Tag 22
Eine Essensausgabe f├╝r ein Stra├čenkind in Deutschland

Gemeinsam holen wir Kinder und Jugendliche von der Stra├če Gemeinsam holen wir Kinder und Jugendliche von der Stra├če

Unterst├╝tzung von obdachlosen jungen Menschen

Miriam litt von Kind auf unter ihrem gewaltt├Ątigen Vater. Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus und fl├╝chtete auf die Stra├če und nach Berlin. Bei einer Essensausgabe lernte sie das Team von Stra├čenkinder e.V. kennen. Miriam war einsam, verunsichert und hilflos. Doch St├╝ck f├╝r St├╝ck fand sie ihren Weg in ein stabiles Leben. Sie schloss die Schule und eine Ausbildung als Erzieherin ab. Kinder wie Miriam kommen t├Ąglich in die Anlaufstelle oder zur Essensausgabe des Vereins. Sie suchen Hilfe und nach einer Person, mit der sie ├╝ber ihre Probleme und die vergangenen Wochen und Monate reden k├Ânnen. Zuh├Âren und sich Zeit nehmen ist neben den Essensausgaben eine der wichtigen Aufgaben des Teams, das t├Ąglich auf Berlins Stra├čen unterwegs ist.

Notwendigkeit

 

Grundversorgung von Stra├čenkindern in Deutschland.

Aktivit├Ąt

 

Mindestens 2 Essensausgaben pro Woche am Alexanderplatz in Berlin f├╝r junge Menschen, die auf der Stra├če leben.

Z├Ąhlbare Leistung

 

Anzahl der ausgegebenen Mahlzeiten f├╝r Stra├čenkinder in Berlin.

Ergebnis

 

Die Grundversorgung wird sichergesellt, der Gesundheitszustand verbessert sich und die Kinder bauen wieder Vertrauen zu Mitmenschen auf.

Systemrelevante Wirkung

 

In Deutschland leben weniger Kinder auf der Stra├če; die ehemaligen Stra├čenkinder haben bessere Zukunfts- und Berufschancen und mehr Teilhabem├Âglichkeiten in der Gesellschaft.

Hintergrund

Nach aktuellen Untersuchungen geht man in Deutschland von ├╝ber 6.500 Stra├čenkindern aus, meist im Alter von 14 bis 18 Jahren (Beierle und Hoch, 2017). Z├Ąhlt man alle obdachlosen jungen Menschen bis zum Alter von 26 Jahren zusammen, sprechen wir deutschlandweit von 37.000 (Neue Caritas, 2018). Die Zahl der Minderj├Ąhrigen, die von den Angeboten der Jugendhilfe nicht mehr erreicht werden und somit schlechte Perspektiven f├╝r ein selbstst├Ąndiges Leben haben, beziffert eine Vodafone-Studie auf ca. 21.000. Kein Stra├čenkind w├Ąhlt ein solches Leben freiwillig. Es zieht dieses Leben nur einem ÔÇ×ZuhauseÔÇť vor, das von Gewalt, Missbrauch und Vernachl├Ąssigung gepr├Ągt ist. So kommen Stra├čenkinder in Berlin aus allen sozialen Schichten und aus ganz Deutschland. Durch ihre bisherigen Erfahrungen und seelischen Verletzungen haben viele ein hohes Ma├č an Misstrauen gegen├╝ber anderen Personen entwickelt. Dieses Misstrauen dient ihnen als ├ťberlebensmechanismus und Selbstschutz. Ein Kind, das eine Zeit lang auf der Stra├če gelebt hat, muss einen komplexen inneren Prozess durchlaufen, bis es wieder Vertrauen zu anderen Menschen aufbaut. Daher bildet die Beziehungsarbeit (zuh├Âren, einfach da sein, Grundversorgung mit Essen, Kleidung und Duschm├Âglichkeiten) die Grundlage f├╝r jede weitere Hilfe und Planung.

Die gute Tat

Mit der heutigen guten Tat sicherst Du die Grundversorgung eines Stra├čenkinds in Berlin. Ziel der Arbeit des Teams von Stra├čenkinder e.V. ist es, Stra├čenkinder durch verschiedene Angebote und Hilfestellungen auf ihrem Weg zur├╝ck in die Gesellschaft zu begleiten. Sie sollen solange unterst├╝tzt werden, bis sich ihre Lebensumst├Ąnde stabilisiert haben und neue Beziehungen gewachsen sind. Insbesondere die Essensausgaben sind f├╝r viele der Startpunkt f├╝r neues Vertrauen. Hier k├Ânnen Stra├čenkinder Unterst├╝tzung und weiterf├╝hrende Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Langfristig erm├Âglichst Du mit Deiner Spende Kindern, den Weg zur├╝ck in ein geregeltes, selbstbestimmtes Leben zu finden.

├ťberDeutschland

Berlin

Berlin

Hauptstadt

83.132.800

83.132.800

Einwohnerzahl

46.946 $

46.946 $

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

Rang 4 von 189

Rang 4 von 189

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Deutschlandweit gibt es ├╝ber 6.500 Stra├čenkinder (14 bis 18 Jahre). Die Zahl der obdachlosen jungen Menschen bis 27 Jahre bel├Ąuft sich deutschlandweit auf ca. 37.000. Allein in Berlin sind es ca. 1.500.