Tag 12
Ein Baumsetzling zur Aufforstung an Wasserquellen in El Salvador

Wasser ist Leben!

Bäume pflanzen zum Schutz von Wasserquellen

Ohne Wasser kein Leben. Das gilt für die Natur genauso wie für die Menschen. In dem kleinen mittelamerikanischen Land El Salvador fällt zwar viel mehr Regen als in Deutschland, doch das Wasser kommt nur bei wenigen an. Wer auf dem Land lebt, leidet oft unter Wassermangel. Seit vielen Jahren organisieren die Menschen deshalb ihre Wasserversorgung selbst: Sie bauen Brunnen, Wassertanks und Rückhaltebecken. So haben sie zumindest etwas Trinkwasser. Aber die selbst gebauten Wassersysteme reichen häufig nicht aus: Der Wassermangel nimmt derzeit weiter zu. Der Klimawandel verschärft die Situation zusätzlich. Doch es gibt eine sehr alte und bewährte Technik, um den Wassergehalt im Boden zu steigern: Bäume pflanzen. Im Umfeld von Bäumen kann der Boden das Regenwasser besser aufnehmen und der Grundwasserspiegel wieder steigen. So kann der absehbaren Wasserknappheit entgegengewirkt werden.

Notwendigkeit

 

Baumsetzlinge für die Aufforstung von entwaldeten Landkreisen in Wasserquellgebieten.

Aktivität

 

Gemeindebewohnerinnen und Bewohner pflanzen 30.000 Bäume, um die umliegenden Wasserquellen zu schützen.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Bäume, die in den Gemeinden gepflanzt werden.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Die neu gepflanzten Bäume wachsen und schützen die Wasserquellen und erhöhen den Grundwasserspiegel.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Wasserquellen werden langfristig geschützt und die Gemeindebewohnerinnen und Bewohner verfügen über einen langfristigen Zugang zu Wasser.

Hintergrund

Durchschnittlich fallen jedes Jahr 1.784 Millimeter Regen in El Salvador (FAO, 2015). Das ist relativ viel. Dennoch ist Wasser in El Salvador ein knappes Gut. Denn der Niederschlag fällt nicht nur sehr ungleich über die Monate, sondern er verteilt sich auch sehr ungleich über die unterschiedlichen Regionen des Landes. Gleichzeitig werden viele Bäume gefällt, um Brennholz zu gewinnen. Wegen der starken Abholzung können die Böden immer weniger Wasser aufnehmen. Das hat gleich mehrere negative Folgen: Der Grundwasserspiegel sinkt, die natürlichen Wasserquellen werden schwächer oder versiegen gleich komplett. Der fortschreitende Klimawandel verstärkt das Problem weiter. Zum Schutz der Wasserquellen haben zivilgesellschaftliche Organisationen 2006 einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der auf eine nachhaltige Wassernutzung und dessen gerechte Verteilung abzielt. Doch das Parlament hat ihn und andere aktualisierte Fassungen bis heute nicht verabschiedet. Aktuell droht sogar eine zunehmende Privatisierung des Wassers in El Salvador. Dadurch würde der nachhaltige Schutz der Wasserquellen noch weiter erschwert werden.

Die gute Tat

Mit Deiner Spende hilfst Du beim Aufforsten der Quellgebiete in sieben Landkreisen El Salvadors. Hier hat die lokale Bevölkerung in Gemeinderäten unabhängige Wassersysteme zur Versorgung der Bevölkerung aufgebaut. Das Pflanzen von 30.000 einheimischen Baumsetzlingen leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufforstung und zum Schutz der natürlichen Wasserquellen. Da diese zum allergrößten Teil in hügeligem bzw. bergigem Gebiet liegen, tragen die Bäume stark dazu bei, dass viel mehr Regenwasser in den Boden sickern kann. Dadurch steigt der Grundwasserspiegel und die Quellen gewinnen an Kraft. Von den Aufforstungen profitieren mehr als 40.000 Menschen und gleichzeitig wird ein Beitrag zum Umwelt- und Waldschutz geleistet.

Über El Salvador

San Salvador

Hauptstadt

6.400.000

Einwohnerzahl

6.868

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

Rang 121 von 189

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

El Salvador ist gemessen an der Fläche das kleinste Land Zentralamerikas. Dafür hat es die höchste Bevölkerungsdichte und den geringsten Waldbestand.