Tag 21
Eine Stunde Umweltbildung für ein Schulkind in Nicaragua

Beim Wandern Naturschutz hautnah erleben

Umweltbildung für Schulkinder in Nicaragua

Nicaragua, das Land der Seen und Vulkane, gehört zu den artenreichsten Regionen der Welt. Von dieser Naturschönheit berichtet auch der bekannte Schriftsteller und Dichter Ernesto Cardenal. Er warnt aber auch vor den Folgen von Armut, Bevölkerungswachstum und Machtmissbrauch. Und davor, dass sowohl Wälder wie auch Böden und Wasser zerstört werden. Die nicaraguanische Organisation „La Cuculmeca“ arbeitet seit vielen Jahren gegen diese Entwicklung. Und setzt dabei bewusst auf die junge Generation. Aracely, eine der Exkursionsleiterinnen sagt über sich persönlich: „Das Betrachten der Bäume und das Leben im Wald beruhigen mich. Gleichzeitig gibt es mir Energie für meine Arbeit. Nur was man schätzt, das schützt man auch.“

Notwendigkeit

 

Umweltbildung für Kinder und Jugendliche in Nicaragua um diese darin zu bestärken, ihre Umwelt nachhaltig zu schützen.

Aktivität

 

Die Organisation La Cuculmeca führt mit Schülern aus Jinotega Umweltexkursionen durch und bildet freiwillige Naturführer aus.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Schüler, die auf eine Wanderung mitkommen können.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Die Kinder haben ein Verständnis für die Bedeutung der Natur und Zusammenhänge erlangt, sind aktive Fürsprecher für Umweltschutzmaßnahmen in ihrem Umfeld.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Das Projekt führt zu einem Umdenken hin zu nachhaltigem Konsum und Umweltschutz durch die junge, sensibilisierte Bevölkerung der Stadt Jinotega.

Hintergrund

Nicaragua gehört bereits jetzt zu den ökologisch am meisten gefährdeten Regionen der Welt. Der Klimawandel und damit verbundene Extremereignisse beeinflussen die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes. In den letzten 30 Jahren sind an der Pazifikküste und im Norden Nicaraguas die Durchschnittstemperaturen um 0.2 bis 0.9 Grad angestiegen, zeitgleich haben die Niederschläge für diese Regionen um 6-10 % abgenommen. In den letzten Jahren tritt zudem das Wetterphänomen „El Niño“, welches zu ausgeprägten Dürren im Land führt, immer ausgeprägter auf. Aber auch Armut, Profitdenken und mangelndes Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass Nicaragua eine der höchsten Abholzraten weltweit aufweist. Von 1990 bis 2015 nahm die Waldfläche um rund einen Drittel ab (FAO, 2015).

Die gute Tat

Nur was man kennt, kann man lieben und schützen. Die gute Tat setzt bei den Kindern und Jugendlichen an, um ein Bewusstsein für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Die gute Tat bildet freiwillige Naturführer aus und legt Wanderwege an, die zusammen mit Schülern erkundet werden können. Während der Naturwanderungen lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Umwelt spielerisch besser kennen, werden angeleitet, Vogelstimmen nachzuahmen, Blumen und Bäume zu zählen oder Wasserquellen zu untersuchen. Damit soll eine neue Generation zukünftiger Umweltschützer heranwachsen.

Über Nicaragua

Managua

Hauptstadt

6 149 900

Einwohnerzahl

2 120

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

124

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Nicaragua, das Land der Seen und Vulkane, zeichnet sich durch eine wilde und tropische Natur aus. Es gehört zu den 35 artenreichsten Regionen der Welt.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Förderverein Städtefreundschaft mit Jinotega e. V.

Website

http://cuculmeca.org/

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