Tag 17
Eine Tagesration Früchte für zwei Wollaffen in Peru

Hilfe für Affenwaisen in Peru

Affenschutz in Südamerika

Peru zählt zu den Ländern mit der größten Artenvielfalt der Welt. Mindestens 36 Affenarten leben hier, darunter der seltene Anden-Springaffe und der ebenfalls seltene Gelbschwanzwollaffe. Der Gelbschwanzwollaffe gehört zur Familie der Klammerschwanzaffen. Gelbschwanzwollaffen sind ausschließlich in einem kleinen Gebiet im Norden von Peru zwischen den Oberläufen von Río Marañón und Río Huallagazu finden. Die größte Bedrohung für die Affen ist die Entwaldung: Mit jedem Tag schrumpft der Lebensraum der Affen durch das Vordringen von Landwirtschaft, Bergbau- und Holzindustrie in den Regenwald. Die Wilderer folgen den Holzfällern auf ihren Spuren. Wie auch im übrigen Amazonasgebiet werden Affen in Peru intensiv gejagt. Gegen die modernen Waffen der Jäger, die mittlerweile bis in die letzten Rückzugsgebiete der Primaten vorrücken, haben vor allem größere Affenarten keine Chance. Die Jungtiere bleiben oft hilflos zurück, oder werden als Haustiere gehalten. Diente Affenfleisch früher nur zur Selbstversorgung, ist die Affenjagd mittlerweile kommerziell – mit entsprechend hohen Abschussraten. Aus vielen Waldgebieten sind Affen bereits völlig verschwunden.

Notwendigkeit

 

Tägliche Versorgung von Woll- und Spinnenaffen in Peru.

Aktivität

 

In der Auffangstation Ikamaperu werden verwaiste und kranke Affen versorgt.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Woll- und Spinnenaffenwaisen, die von den Pflegern mit Milch und Früchten versorgt werden können.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Die Versorgung der Affenwaisen in der Auffangstation rettet Leben und ist ein wichtiger Schritt zur Arterhaltung.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Verhinderung des Aussterbens der akut bedrohten Art der Woll- und Spinnenaffen. Sicherung der Artenvielfalt in Südamerika.

Hintergrund

Um sich um verwaiste und kranke Woll- und Spinnenaffen zu kümmern und diese später wieder auszuwildern, gründete das Ehepaar Helene und Carlos Palomino 1999 im nördlichen Amazonasgebiet die Auffangstation Ikamaperu. Rings um die Auffangstation wurden mehrere Hektar Land gekauft, aufgeforstet und mit bestehenden Wäldern verbunden, sodass die bedrohten Affen und andere Wildtiere zwischen den verschiedenen Gebieten wechseln können. Für die Renaturierung wurden überwiegend Fruchtbäume gepflanzt, die den Affen Nahrung liefern. Die in der Station aufgezogenen Waisen werden in diese Gebiete wieder ausgewildert und sorgen für eine intakte Natur: Lebensraum, der nicht nur für Affen wichtig ist.

Die gute Tat

Die gute Tat besteht darin, die tägliche Ration frischer Früchte und Milch für die in der Auffangstation lebenden Affen zu gewährleisten. Ziel der Station ist es, die Schützlinge nach ihrer Rehabilitationszeit in Schutzgebiete auszuwildern. Langfristig kann so das Überleben der Tiere gewährleistet werden.

Über Peru

Lima

Hauptstadt

31 773 800

Einwohnerzahl

6 199

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

87

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Peru gilt als das Land mit der größten Diversität an Vögeln weltweit: über 1.800 Arten (mehr als in Europa und Nordamerika zusammen) beherbergt das Land am pazifischen Ozean.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Pro Wildlife

Website

https://www.prowildlife.de/

Zertifiziert durch

Initiative für Transparente Zivilgesellschaft

Weiterführende Links