Tag 9
Je eine Vorsorgeuntersuchung für zwei Kinder in Benin

Babys und Kleinkindern in Benin von Anfang an zur Seite stehen

Mangel- und Unterernährung von Kleinkindern in Benin

Emilienne aus Aplahoué in Benin erzählt: “Früher hatten unsere Kinder ernsthafte, gesundheitliche Probleme. Die nächste Gesundheitsstation war zu weit entfernt, so dass wir diese nur selten aufsuchen konnten. Sie haben gelitten, waren schwach und konnten nicht zur Schule gehen. Seit 2009 gibt es nun die Gesundheitsstation im Kissamey Epizentrum, zu dem wir zu Fuß gelangen können. Die Kinder werden nun regelmäßig untersucht. Dadurch werden schwere und akute Unterernährung vermieden, Krankheiten frühzeitig erkannt und medizinisch in der Gesundheitsstation behandelt. Unsere Kinder sind jetzt gut ernährt, sie sind weniger krank, können regelmäßig zur Schule gehen und haben ein normales Wachstum.“ Im Kissamey Epizentrum bündeln ca. 24.000 Menschen aus 12 Dörfern ihre Kräfte, um gemeinsam die Entwicklung ihrer Region voranzubringen. Dieses gemeinschaftliche Konzept erleichtert den individuellen Zugang zu Ressourcen und stärkt die Durchsetzungskraft der Menschen bei der lokalen Regierung. Das zentrale Gemeinschaftsgebäude (Epizentrum), das die Bevölkerung selber errichtet und leitet, bildet dabei das sichtbare Zeichen der gemeinschaftlichen Initiativen. Es ist zu Fuß erreichbar, also nicht weiter als 10-12 km von der abgelegensten Siedlung entfernt. Es bietet einen Schulraum, eine Gesundheitsstation, einen Kindergarten, einen Getreidespeicher und eine kleine Bank für Mikrokredite.

Notwendigkeit

 

Medizinische Vorsorge für Babys und Kleinkinder in Benin, um Mangel- und Unterernährung entgegenzuwirken.

Aktivität

 

Babys & Kleinkinder werden regelmäßig untersucht, ihr Gewicht und ihre Größe werden gemessen & erfasst. Mangel-/und unterernährte Kinder werden versorgt.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Kinder, die im Gemeinschaftszentrum untersucht wurden.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Die Anzahl der mangel- und unterernährten Kinder ist reduziert. Der Gesundheitszustand der Kinder hat sich verbessert, sie sind weniger krank.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Verbesserter Gesundheitszustand und erhöhte Bildungschancen der Kinder. Chance auf ein eigenständiges Leben ohne chronischen Hunger.

Hintergrund

Benin liegt in Westafrika am Golf von Guinea. Die Landschaft ist geprägt von Seen, Stränden und Savannenlandschaften. Im Nordosten bildet das Atakora Gebirge ideale Bedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung. Trotz seines eindrucksvollen Naturreichtums zählt Benin zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Alphabetisierungsrate ist extrem niedrig und der Zugang zu öffentlichen Gesundheitsleistungen ist für die ca. 10 Millionen Landeseinwohner sehr limitiert. Der Großteil der Erwerbstätigen arbeitet als Kleinbauern in der Agrarwirtschaft. Laut Welthunger-Index 2015 ist der Ernährungszustand der Bevölkerung „ernst“. 45 % aller unter fünfjährigen Kinder in Benin sind von „stunting“, der sogenannten Kleinwüchsigkeit infolge von frühkindlicher Mangelernährung, betroffen. Die regelmäßige Gesundheits- und Gewichtskontrolle in den Epizentren des Hunger Projekts hilft die Säuglingssterblichkeit in den ländlichen Gebieten Benins zu bekämpfen und irreversible körperliche und mentale Fehlentwicklungen, aufgrund von Unter- o. Mangelernährung zu verhindern. Unterernährte Säuglinge und Kleinkinder haben ein geschwächtes Immunsystem & erkranken schneller an vermeidbaren Krankheiten.

Die gute Tat

Babys und Kleinkinder werden in den Gesundheitsstationen der Epizentren in regelmäßigen Abständen untersucht, ihre Größe und ihr Gewicht gemessen und der allgemeine Gesundheitszustand wird überprüft. Die Krankenschwestern in den Gesundheitsstationen dokumentieren die Untersuchungen und den Entwicklungsverlauf der Kinder. Dadurch werden kranke oder mangelernährte Kinder identifiziert, behandelt und überwacht.

Herausforderung

Im Kissamey Epizentrum ist jeden Montag Impf- und Vorsorgeuntersuchungstag. Gerade an diesen Tagen ist der Zulauf an Patienten/innen sehr groß, die Wartezeiten sind lang. Wenn nun zeitgleich an einem Montag eine Geburt betreut wird, kann es durch die knappen personellen Ressourcen zu Engpässen kommen. Eine zusätzliche personelle Unterstützung für die Krankenschwester(n) würde die Situation verbessern.

Über Benin

Porto-Novo

Hauptstadt

10 879 800

Einwohnerzahl

780 USD

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

166

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Benin liegt am Golf von Guinea und ist von Stränden, Savanne und dem Atakora Gebirge geprägt. Das Durchschnittsalter liegt bei 17 Jahren. Die Mehrheit der Erwerbstätigen arbeitet in der Landwirtschaft.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Das Hunger Projekt e.V.

Website

http://das-hunger-projekt.de

Zertifiziert durch

DZI-Spenden-Siegel Initiative für Transparente Zivilgesellschaft Verpflichtung zu Qualitätsstandards von VENRO

Weiterführende Links