Tag 18
Ein Malariatest für einen Urarina des Amazonasgebiets in Peru

Gebt der Malaria keine Chance!

Malaria – die tödliche Gefahr im Amazonasgebiet Perus

Malaria ist eine Geißel für die Urarinas, die im Amazonasgebiet Perus leben. Juana, eine junge Urarina, wurde bewusstlos zur Klinik Tucunare gebracht. Malaria tropica begleitet von hohem Fieber wurde diagnostiziert. Nach intravenöser Versorgung kam sie wieder ins Leben zurück – und schenkte nach wenigen Tagen einem Kind das Leben obwohl sie immer noch unter der Malaria und schwerer Blutarmut litt. In der Klinik war noch einige Zeit der Versorgung und Pflege erforderlich, bevor Mutter und Kind in ihr Dorf entlassen werden konnten. Ohne ärztliche Hilfe hätten beide nicht überlebt. Denkt die Mutter daran, sich und ihr Baby in der Nacht mit einem Mosquitonetz zu schützen, wird die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Ansteckung deutlich reduziert. Juana hatte Glück, denn wenn Ihre Verwandten sie nicht zur Klinik gebracht hätten, hätte sie den Malariaausbruch sicher nicht überlebt.

Notwendigkeit

 

Gesundheit – zum Lernen und Arbeiten – für die Urarinas am Chambira

Aktivität

 

Die Klinik Tucunare gibt den Promotoren aus den Siedlungen der Urarinas die Grundausstattung für den Malaria-Test und Medikamente. Die Anwendung der Medikamente zur Therapie haben sie auch gelernt.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Malariatests, die durchgeführt werden konnten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Messbarer Rückgang der Malariafälle mit tödlichem Ausgang bei den Urarinas

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Ein allgemein verbesserter Gesundheitszustand erhöht die Lernfähigkeit von Kindern und die Arbeitsfähigkeit der Erwachsenen.

Hintergrund

Die Urarinas leben schon lange nicht mehr isoliert, haben sich jedoch vor der Versklavung für die Arbeit als Kautschuksammler in abgelegene Gebiete zurückgezogen. Vor ca. 70 Jahren begannen Siedler sich am unteren Flusslauf des Rio Chambira niederzulassen. Später kamen Holzfäller, Händler und Erdölsucher an den Chambira, die Infektionskrankheiten mitbrachten, wogegen die Abwehrkräfte der Urarinas machtlos waren. (vgl. Quelle:http://saiic.nativeweb.org/ayn/urarina.html). Viele Fälle schweren, teilweise tödlichen, Keuchhustens führten auf Bitten der Urarinas und unter Vermittlung dort tätiger Anthropologen zur Intervention des Freundeskreis Indianerhilfe. Impfungen und medizinische Betreuung drängten die gefährlichsten Infektionskrankheiten zurück. Malaria ist in vielen tropischen Ländern ein Problem. Die durch Moskitostiche übertragene Krankheit gefährdet die Gesundheit und kann auch zum Tod führen. Wiederholte Malariaanfälle führen zu allgemeiner körperlicher Schwächung. Die Bewohner Amazoniens verlieren ihre Arbeitsfähigkeit, können nicht mehr jagen, nicht mehr ihre kleinen Felder bebauen. Weniger Nahrung bedroht die ganze Familie mit Unterernährung. Unterernährung macht anfällig für viele andere Krankheiten. Das Geburtsgewicht von Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft an Malaria leiden, ist deutlich verringert – eine schlechte Ausgangsbedingung in einer Umgebung mit vielen gesundheitlichen Risiken.

Die gute Tat

Der Freundeskreis Indianerhilfe hat 1998 eine kleine Klinik – einen einfachen Holzbau – im Siedlungsgebiet der Urarinas errichtet. Eine Ärztin oder ein Arzt sind immer anwesend. Nicht nur Malaria wird dort behandelt. Doch die Zurückdrängung der Malaria steht im Vordergrund der Arbeit. Die Ärzte können in dem Gebiet der Urarinas, das so groß wie Zypern ist, nur gelegentlich die Siedlungen besuchen. Daher wurden Gesundheitshelfer ausgebildet, die den Malaria-Test machen können und auch ihre Behandlung durchführen. Außerdem werden die Mücken, die Malaria übertragen, mit einem Mittel aus Pyrethrum bekämpft. Die Verstecke der Mücken in den Wohnhütten der Urarinas werden damit regelmäßig besprüht.

Herausforderung

Unsere Ärzte sind auf ihren Touren zu den Urarinas-Siedlungen oft tagelang mit einem Boot auf den Urwaldflüssen unterwegs.

Über Peru

Lima

Hauptstadt

30814175

Einwohnerzahl

6.659,81 USD

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

77

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Berühmt sind in Peru die ehemalige Inka-Haupstadt Cuzco, die Ruinenstadt Machu Picchu und der Titicacasee in fast 4000 Metern Höhe. Die Urarinas sind als eigenes indigenes Volk keine Nachkommen der Inkas.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Freundeskreis Indianerhilfe e.V.

Zertifiziert durch

DZI- Spendensiegel

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