Tag 14
15 Minuten Ermittlung gegen Menschenhandel in Indien

Undercover-Ermittlungen gegen Zwangsprostitution in Indien.

Menschenhandel und Zwangsprostitution in Indien

Im Alter von 15 Jahren wird Salila verschleppt, verkauft und zur Prostitution gezwungen. Um ihren Eltern zu helfen, die kaum über die Runden kommen, nimmt Salila das Jobangebot des fremden Mannes an. Zu spät merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Sie ist Opfer eines Menschenhändlers geworden, der sie an einen Bordellbesitzer verkauft hat. Von nun an wird sie jeden Tag mehrfach vergewaltigt. Verdeckte Ermittler von IJM werden auf Salila aufmerksam. Zusammen mit der lokalen Polizei befreien sie das Mädchen in einer riskanten Rettungsaktion. In einer Nachsorge-Einrichtung kann sich Salila langsam von den traumatischen Erlebnissen erholen. Heute verkauft Salila handgefertigte Waren, wohnt in einem kleinen Appartement und verfügt sogar über ein eigenes Bankkonto. Sie ist frei.

Notwendigkeit

 

Kinder und Frauen werden gewaltsam zur Prostitution gezwungen.

Aktivität

 

Aufgrund von Hinweisen oder eigenen Recherchen ermitteln wir Fälle von Menschhandel, Zwangsprostitution, Sklaverei und anderen Formen gewaltsamer Unterdrückung.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Ermittlungen, die durch die Spende realisiert werden konnten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Messbarer Rückgang der Kinder, die für Zwangsprostitution verfügbar sind

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Das nationale Rechtssystem bietet effizienten und verlässlichen Schutz auch für die Armen vor gewaltsamer Unterdrückung, insbesondere vor Zwangsprostitution.

Hintergrund

In Indien leben geschätzte 13.956.010 Menschen in Sklaverei (Global Slavery Index 2013).

Die gute Tat

IJM beschäftigt Ermittler, Anwälte und Sozialarbeiter, die in enger Zusammenarbeit mit nationalen und lokalen Behörden in den Partnerländern Einzelfälle bearbeiten. Dabei werden individuelle Fälle von Menschenrechtsverletzungen ermittelt und strafrechtlich verfolgt. IJM versucht, auf Schwachstellen in den jeweiligen Justizsystemen hinzuweisen, um eine langfristige Veränderung der Menschenrechtssituation in den Partnerländern zu erreichen. In jedem Bereich der Fallarbeit hat IJM die folgenden vier Ziele: 1. Befreiung der Opfer, 2. Strafrechtliche Verfolgung der Täter, 3. Nachbetreuung der Opfer, 4. Strukturelle Veränderung des Rechtssystems. Durch ein von der Gates Foundation finanziertes Evaluationsprojekt konnte eben diese Auswirkung unserer Arbeit belegt werden: Nach 5 Jahren Einzelfallarbeit auf der Insel Cebu, Philippinen sank die Verfügbarkeit von Minderjährigen in der Prostitution um 79%. Ein Verlagerungseffekt war nicht erkennbar. Weitere Infos: bit.ly/1qgJ83S

Herausforderung

IJM ist auf die Kooperation mit den Behörden der Partnerländer angewiesen. Denn im Mittelpunkt steht die Durchsetzung nationaler Gesetze – die sich das jeweilige Land selbst gegeben hat – vor nationalen Gerichten. Wir arbeiten deshalb nur mit Kenntnis und in Abstimmung mit der Staatsregierungen. IJM achtet die staatliche Justizhoheit und legt großen Wert darauf, politisch neutral zu bleiben.

Über Indien

Neu-Delhi

Hauptstadt

1260260000

Einwohnerzahl

1.498,87 USD

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

136

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Indien ist das Land mit den meisten Sklaven weltweit.