Tag 6
Eine Flugminute zur Suche nach Menschen in Seenot im Mittelmeer

Mission Moonbird: Mit dem Flugzeug Menschen retten

Aufklärungsflüge im zentralen Mittelmeerraum

Wenn Menschen die Flucht über das Mittelmeer antreten, haben sie bereits oft eine lange und beschwerliche Flucht hinter sich. Viele von ihnen haben in ihren Heimatländern und unterwegs Schreckliches erlebt. Mit dem Mittelmeer verbinden die Geflüchteten die Hoffnung, der Situation zu entkommen und das europäische Festland erreichen zu können. Zugleich stellt das Meer aber auch eine große Gefahr dar. Viele Menschen an Bord können nicht schwimmen. Ohne Land in Sicht drohen die Schiffbrüchigen dann zu ertrinken. Seit 2014 künden Schlagzeilen in europäischen Medien regelmäßig davon, dass Menschen auf der Flucht nach Europa ertrunken sind. Um Seenotfälle rechtzeitig im Mittelmeer zu entdecken, sind Hilfsorganisationen im Mittelmeer aktiv. Unterstützung erhalten die Schiffe vor allem von einem zivielen Aufklärungsflugzeug. Dieses fliegt regelmäßig Einsätze, um rechtzeitige Rettungsaktionen zu ermöglichen.

Notwendigkeit

 

Suche nach und Rettung von in Seenot geratenen Flüchtenden im zentralen Mittelmeer.

Aktivität

 

Das Aufklärungsflugzeug Moonbird überfliegt das Such- und Rettungsgebiet, sucht aktiv nach Menschen in Seenot und meldet Seenotfälle.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Minuten an Aufklärungsflügen der Mission Moonbird zur Suche nach Menschen in Seenot.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Menschen in Seenot werden früher entdeckt. Die Chance steigt, Menschen auf der Flucht über das zentrale Mittelmeer zu retten.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Menschen werden vor dem Ertrinken gerettet und versorgt.

Hintergrund

Weltweit sind Menschen aus vielfältigen Gründen auf der Flucht. In Libyen kommen zumeist Menschen aus afrikanischen Ländern an, die vor Armut, Unterdrückung und Gewalt Schutz suchen. Es sind aber auch Menschen aus Syrien unter ihnen, die vor dem dortigen Bürgerkrieg fliehen. Geflüchtete Menschen berichten immer wieder von den traumatisierenden Erfahrungen ihrer Flucht sowie von den unmenschlichen Lebensbedingungen in Libyen. Für die Menschen gibt es meist keine Möglichkeit, einen Antrag auf Asyl aus dem Ausland zu stellen. So begeben sie sich über den Seeweg auf den Weg nach Europa. Das Mittelmeer gilt auch 2019 als die gefährlichste Grenze der Welt. Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sind weit mehr als 18.000 Menschen in den vergangenen 5 Jahren im Mittelmeer ertrunken (UNO, 2019). Für viele dieser Menschen bleibt dennoch die Überfahrt über das Mittelmeer der einzige Ausweg aus der schlimmen Situation in Libyen und somit die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben.

Die gute Tat

Mit der heutigen guten Tat ermöglichst Du, dass das Aufklärungsflugzeug Moonbird eine Minute nach Geflüchteten suchen kann. Damit unterstützt Du die aktive Suche nach Menschen in Not im Such- und Rettungsgebiet nördlich der libyschen Küste. Deine Spende trägt so dazu bei, dass Menschen in Seenot möglichst frühzeitig aufgespürt und gerettet werden können. Ohne die Luftaufklärung werden Seenotfälle oftmals erst wesentlich später oder im schlimmsten Fall zu spät oder gar nicht entdeckt. Bei den Aufklärungsflügen wird außerdem die aktuelle Situation im zentralen Mittelmeer aus der Luft dokumentiert und öffentlich gemacht. So erfahren Weltgemeinschaft und Politik mehr über die aktuelle Lage und werden sensibilisiert. Das Thema bleibt dadurch präsent.

Über Zentrales Mittelmeer

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Hauptstadt

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Einwohnerzahl

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Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

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Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Das Such- und Rettungsgebiet 24 Meilen nördlich der libyschen Küste im zentralen Mittelmeer ist seit Jahren eine der gefährlichsten Seerouten der Welt.