Tag 2
Vier Flaschen Wasser für Flüchtlinge in Seenot

Flucht über das Mittelmeer

Seenotrettung von Geflüchteten auf dem Mittelmeer

Wenn Menschen die Flucht über das Mittelmeer antreten, haben sie oft eine lange, gefahrvolle Reise hinter sich - und sind noch lange nicht am Ziel. Viele von ihnen haben in ihren Heimatländern und unterwegs Schreckliches erlebt. Das Meer bedeutet für die Geflüchteten Hoffnung, das europäische Festland erreichen zu können, aber auch große Gefahr. Viele von ihnen können nicht schwimmen, sollte das Boot kentern, ertrinken sie. Wenn sie rechtzeitig von einem Rettungsschiff geortet werden, sind sie überglücklich, dass sie Europa sicher erreichen und ihr Recht wahrnehmen können, einen Asylantrag zu stellen. Die Helfer des Rettungsbootes Sea-Watch sind zumeist die ersten Menschen seit langer Zeit, die ihnen mit Respekt begegnen und die Freude über diese zutiefst menschlichen Begegnungen in äußersten Notsituationen ist auf beiden Seiten aufrichtig.

Notwendigkeit

 

Trinkwasser für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten.

Aktivität

 

Sea-Watch kauft Trinkwasserflaschen und verteilt sie an Geflüchtete auf den Flüchtlingsbooten und auf dem Rettungsboot Sea-Watch 2.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Trinkwasserflaschen, die an Geflüchtete ausgegeben werden konnten.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten, sind ausreichend mit Trinkwasser versorgt.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Rettung Geflüchteter, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten.

Hintergrund

Die Ursachen, die Menschen weltweit zur Flucht bewegen, sind vielfältig. In Libyen kommen zumeist Menschen aus afrikanischen Ländern an die vor Armut, Unterdrückung und Gewalt Schutz suchen, aber auch Menschen aus Syrien, die vor dem dortigen Bürgerkrieg fliehen. Aus Eritrea flüchten beispielsweise viele Menschen vor Folter und Unterdrückung des dort herrschenden autoritären Regimes. Die Rechtsstellung als Flüchtling (§ 3 Abs. 1 AsylG, Art. 16 a GG) für Menschen aus Eritrea in Deutschland lag 2016 bei 75%. Es gibt jedoch für viele Menschen keine Möglichkeit auf legalem Wege nach Europa zu gelangen oder einen Antrag auf Asyl in ihren Heimatländern zu stellen. So sind sie gezwungen, die lebensgefährliche Flucht über Libyen und das Mittelmeer zu wagen. Auch in Libyen sind viele Flüchtlinge schrecklichen Bedingungen ausgeliefert. Nicht selten werden sie gefangen genommen, gefoltert und wie Sklaven verkauft. Wollen Sie die Chance auf eine sichere und menschenwürdige Existenz, dann müssen sie nach Europa. Spätestens seit der Schließung der Balkanroute führt für viele der einzige Weg im Boot über das Mittelmeer.

Die gute Tat

Kein Mensch soll sein Leben verlieren, weil er sein Recht auf Asyl wahrnehmen will. Die Organisation Sea-Watch rettet Geflüchtete, die sich mit ihren seeuntüchtigen Fischer- oder Schlauchbooten in Seenot befinden. Sie treiben manövrierunfähig im Mittelmeer, haben keine Lebensmittel und häufig unzureichend Trinkwasser an Bord. Insbesondere Kinder sind schnell dehydriert und bekommen nach Rettungsaktionen Wasser von den Helfern der Sea-Watch sobald sie am Flüchtlingsboot ankommen. Die gute Tat leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erstversorgung der Menschen.

Über Mittelmeer

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Hauptstadt

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Einwohnerzahl

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Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

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Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Das Mittelmeer erstreckt sich über 2.510.000 km2 und ist an seiner tiefsten Stelle 5267 m tief.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Sea-Watch e.V.

Website

https://sea-watch.org

Zertifiziert durch

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