Tag 14
33 kg CO₂ werden auf einem Bauernhof in Süddeutschland eingespart

Die Klimaschutzbrille für den Bauer

Klimaschutz in der Landwirtschaf

Die Landwirtschaft schadet dem Klima - diese Botschaft geht durch die Medien. Kühe, die beim Pupsen und Rülpsen klimaschädliche Gase in die Luft blasen, Landwirte, die ihre Felder überdüngen und Bauernhöfe, die mehr Energie verbrauchen als produzieren. Manch einer spricht schon vom „Klimakiller Landwirtschaft“. Was kann man dagegen tun? Bauernhöfe schließen, Landwirtschaft verbieten? Wohl kaum... Um Landwirtschaft klimaschonend zu betreiben und Lebensmittel klimafreundlich zu produzieren, ist es von großer Bedeutung, die individuellen Strukturen eines Bauernhofes zu erkennen und zu analysieren. Es gibt viele Möglichkeiten, Energieverbräuche zu reduzieren und Treibhausgase einzusparen. Die Herausforderung ist es, für einen Bauernhof die passenden Maßnahmen zu finden.

Notwendigkeit

 

Analyse und Beratung zu Klimaschutz auf landwirtschaftlichen Betrieben in Süddeutschland.

Aktivität

 

Regionale NGO analysiert und berät Landwirte zum Klimaschutz auf ihren Betrieben.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Betriebe die analysiert und beraten wurden. Konkrete Maßnahmenpläne zum Klimaschutz wurden erstellt und die Umsetzung vorbereitet.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Jeder beratene Betrieb setzt Maßnahmen um, die 10 - 20% der THG-Emissionen einsparen. So werden auf jedem Betrieb mindestens 50.000 kg CO₂ eingespart.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Langfristig führt die Beratung zu mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft und zu einem besseren Verständnis der Zusammenhänge.

Hintergrund

Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Während die Zahl der Betriebe abnimmt, steigt die Menge der erzeugten Produkte - die verbleibenden Betriebe werden größer und leistungsstärker (BMEL, 2014). Damit einher geht der erhöhte Einsatz von Energie und häufig auch eine steigende Freisetzung klimaschädlicher Gase.

Die gute Tat

Gemeinsam mit dem Landwirt erstellen wir mit dem Computertool ACCT eine individuelle Energie- und Treibhausgasbilanz für den Bauernhof. Diese Analyse hilft, Energieverbräuche und Quellen für Treibhausgasemissionen in verschiedenen Bereichen zu identifizieren, zum Beispiel in der Viehhaltung, im Ackerbau und bei der Erzeugung von erneuerbarer Energie. Dies bildet die Basis für die Entwicklung individueller Maßnahmenpläne. Gemeinsam mit dem Landwirt erarbeiten wir die Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen.

Herausforderung

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung der guten Tat ist es, die Landwirte so zu motivieren, dass sie nicht nur kostengünstige Maßnahmen umsetzen, deren positiver Effekt sich unmittelbar bemerkbar macht, sondern sie dafür zu gewinnen, auch in klimaschonende Maßnahmen zu investieren, die langfristig angelegt sind. Bei der Überzeugungsarbeit erweisen sich die bereits spürbaren Auswirkungen der Klimaveränderung als hilfreich.

Über Deutschland

Berlin

Hauptstadt

80 651 900

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Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

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Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Deutschland hat insgesamt eine Fläche von 357.125 km², davon werden 52,4% landwirtschaftlich genutzt.

Über die Organisation und weitere Informationen

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