Tag 3
Ein vollwertiges Frühstück für ein Kind in Guatemala

Morgens wie ein Kaiser ...

ein gutes Frühstück? Das wäre für viele Kinder in Guatemala zumindest schon mal ein Anfang.

„Satt werden? Das kannte ich nicht. Ich lebte wie viele andere auf der Straße und von dem, was wir auf dem Müll so fanden. Das reichte nie und machte krank. Durch das Frühstücksprojekt der Stiftung Kinderzukunft bin ich ins Kinderdorf gekommen. Da konnte ich die Schule besuchen. Heute studiere ich Medizin in Guatemala City. Wenn ich Arzt bin, komme ich zurück und helfe den Kindern hier.“ Alvaro, 19 Jahre. Alvaro ist eines von ungezählten Kindern, die im Hochland Guatemalas unzureichend ernährt sind und keine Chance auf Bildung haben. Ihre Lebenserwartung ist niedrig. Hunderte konnten über die Frühstücksprojekte der Stiftung, im Kinderdorf und dezentral im Department Quetzaltenango, Kraft sammeln für einen Lebensweg ohne Not. Die Stiftung Kinderzukunft bietet den Kindern neben der Ernährung sichere Unterkunft, Schul- und Berufsausbildung.

Notwendigkeit

 

Eine gesunde Mahlzeit für Kinder in Guatemala.

Aktivität

 

Wir kaufen gesunde Nahrungsmittel und bereiten kostenlose Mahlzeiten für Kinder in Not.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Mahlzeiten, die herausgegeben werden konnten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Messbar erhöhte Teilnahme am Unterricht und Schulleistungen

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Mehr Schülern wird der Zugang zu höherer Bildung ermöglicht

Hintergrund

In einem Bericht des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, wurde die schwierige Situation in den Hochlandgebieten Guatemalas folgendermaßen geschildert: Die ländliche Armut konzentriert sich auf die Hochlandgebiete. ¾ der ländlichen Bevölkerung Guatemalas leben unterhalb der Armutsgrenze. Armut korreliert häufig mit geografischer Isolation und ethnischer Exklusion (WFP, 2005). Häufig leiden Menschen an den langfristigen Folgen von mangelhafter Ernährung (WFP, 2005). Eine Ursache dafür, dass sich verbesserte und vollwertigere Ernährungskonzepte nicht durchsetzen können, ist die Unsicherheit der Landrechte. Mehr als 40 % der wirtschaftlich aktiven ländlichen Bevölkerung hat keinen eigenen Landbesitz. Hierdurch verschärfen sich die schlechten Grundlagen für eine vollwertige Ernährung. Entsprechend katastrophal ist die Ernährungssituation für die Kinder. Durch die Mangelerscheinungen fällt es ihnen schwer, sich in der Schule zu konzentrieren. Dadurch verschlechtern sich ihre Zukunftsperspektiven. Für alle diese Kinder baute die Stiftung Kinderzukunft vor 23 Jahren ein Kinderdorf in der Nähe der Großstadt Quetzaltenango. Die Kinder erhalten hier sichere Unterkunft, gesunde Ernährung und ärztliche Hilfe. Später können sie hier die Schule besuchen und eine Berufsausbildung machen. Küche und Gesundheitszentrum des Kinderdorfes stehen auch ärmsten Kindern und Familien der Umgebung offen. Außerdem betreibt die Stiftung in besonders Not leidenden Dörfern Projekte, um den Kindern mindestens einmal am Tag eine vollwertige Mahlzeit zu schenken.

Die gute Tat

Die Frühstücksprojekte, ebenso wie andere Maßnahmen zur dauerhaften Versorgung der Kinder mit gesunder Nahrung, sind der erste Schritt im umfassenden Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe. Mit „frijoles“ (einheimische, äußerst nährstoffreiche Bohnenarten), Ei, Obst, Gemüse und Reismilch werden Kinder gesund und stark für alles, was danach kommt: Die nächsten Schritte sind Schulunterricht, später Ausbildung in Berufen, mit denen man in Guatemala Geld verdienen kann. Damit erhalten sie die Chance, sich endgültig aus der Not zu befreien. Dies alles bietet die Stiftung Kinderzukunft in Guatemala, im eigenen Kinderdorf und auch in dezentralen Projekten, dort, wo Hilfe besonders dringend nötig ist. Die Ernährung allerdings ist die Voraussetzung, damit die Kinder diesen Weg aus der Not auch gehen können.

Herausforderung

Die Kinder kommen gerne, in Scharen, weil sich herumgesprochen hat, dass man hierher ohne Angst kommen kann. Die Schwelle ist extrem niedrig. Eine Herausforderung ist die Traurigkeit darüber, so viele Kinder wegschicken zu müssen, weil wir nicht mehr zu verteilen haben. Allein in der näheren Umgebung des Kinderdorfes könnten wir von heute auf morgen viele Hundert Kinder zusätzlich in unser Frühstücksprojekt aufnehmen – wenn wir die Mittel hätten.

Über Guatemala

Guatemala-Stadt

Hauptstadt

15806675

Einwohnerzahl

3.477,89 USD

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

133

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Hohe Vielfalt indigener Kulturen.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Stiftung Kinderzukunft e.V.

Zertifiziert durch

DZI

Weiterführende Links