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55 Nächte Solarlicht für einen Haushalt in Kenia

Von gefährlichen Parrafinlampen

und anderen Arten zu leuchten

Im Herzen Afrikas, am Viktoriasee, direkt auf dem Äquator, gibt es einige sehr abgelegene Dörfer, die nur zu Fuß oder per Motorrad erreichbar sind. In der Regenzeit sind viele der Wege und Pfade kaum mehr passierbar. Abends spenden fast ausschließlich aus Getränkedosen gebastelte Paraffinlampen Licht. Die sind leider nicht ungefährlich. Wenn man nicht aufpasst, können sie einem in der Hand explodieren.

Notwendigkeit

 

Licht bei Dunkelheit am frühen Abend

Aktivität

 

Einkauf und Ausgabe von Solarlampen, Informationskampagne

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Familien, die aufgrund der Kampagne eine Lampe erhalten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Korrekt installierte und funktionierende Lampen, gesparte Kosten

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Verbesserte Gesundheitsbedingungen, geringere Energiekosten, ökologisch nachhaltiges Energienutzungsmodell wird institutionalisiert

Hintergrund

Der Siaya Distrikt liegt im süd-westlichen Teil Kenias, direkt am Viktoriasee an der Grenze zu Uganda. 58,02 % der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Energieversorgung ist ein großes Problem. Die meisten Familien hier haben keinen Zugang zu elektrischem Strom. Doch so nah am Äquator gibt es wenig Licht, denn spätestens ab sieben Uhr abends ist es stockdunkel. Aus diesem Grund weichen viele auf Paraffinlampen aus, die sie aus Getränkedosen zusammenbauen. Diese Lampen bergen allerdings viele Gefahren für ihre Benutzer, insbesondere für die für den Haushalt zuständigen Frauen und Kinder. Es kommt regelmäßig zu Explosionen der Lampen, die häufig zu schweren Verbrennungen führen. Die Lampen, die zumeist minderwertig hergestelltes Paraffin oder Kerosin beinhalten, geben sehr viele gesundheitsschädliche Schadstoffe in die Luft ab. Laut der WHO entsprechen diese etwa dem täglichen Konsum von 1-2 Schachteln Zigaretten. Außerdem tragen die Schadstoffe zur Umweltverschmutzung und dem Klimawandel bei. Zudem können sie nur in einem 5 km entfernten Shopping Center gekauft werden. Dadurch entstehen hohe Transportkosten, die sich die Meisten nicht leisten können. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine umwelt- und kostengünstigere Alternative für die Paraffinlampen zu finden.

Die gute Tat

Solarlampen bieten eine nachhaltige und langfristig preiswertere Alternative zu den Paraffinlampen. Durch die gute Tat werden Solarlampen angeschafft die dann zu geringen Preisen an die Bevölkerung ausgegeben werden können. Für den Fall, dass ihnen dafür das nötige Geld fehlt, werden den Familien Mikrokredite gewährt. In das Projekt ist eine Leihstation integriert, in der sich interessierte Familien selbst vom Nutzen der Lampen überzeugen können. Begleitet wird die Maßnahme von einer Aufklärungskampagne.

Herausforderung

Das einzige wirkliche Hindernis ist der relativ hohe Anschaffungspreis der Solarpanels und -lampen. Er entspricht ungefähr den Kosten für 3-4 Monate Paraffinlicht. Doch einmal installiert sind Solarlampen für mehr als 1.000.000 Stunden funktionsfähig. Dies entspricht einem Zeitraum von 22 Jahren, wenn die Lampe pro Nacht 10 Stunden genutzt wird. Die Akkus sind nach Ende ihrer Laufzeit von mindestens 4 Jahren auswechselbar, wobei auch hier die Neuanschaffung nicht besonders teuer ist. Ferner muss die lokale Bevölkerung über die Risiken der selbstgebastelten Lampen aufgeklärt werden.

Über Kenia

Nairobi

Hauptstadt

44.354.000 (2013)

Einwohnerzahl

977 US$

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

145

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Kenia besitzt eine äußerst umfangreiche Arten- und Pflanzenvielfalt. Dazu zählen u.a. Gnus, Zebras, Antilopen und Giraffen. Beobachtet werden können diese in den verschiedenen Nationalparks des Landes.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Terra Tech Förderprojekte e.V.

Zertifiziert durch

DZI- Spendensiegel, Venro Verhaltenskodex

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