TAG 18
Zwei Monate Trinkwasserversorgung für eine Familie in Uganda

Trinkwasserknappheit

und was man mit einfachen Mitteln dagegen tun kann

Pean und ihre Töchter mussten ihr Wasser täglich aus einem verschmutzen Teich in der Nähe ihres Hauses holen. Obwohl Pean das Wasser abkochte, war es so stark verunreinigt, dass die Familie regelmäßig unter Fieber und Durchfallerkrankungen litt. Als Pean darauf aufmerksam gemacht wurde, dass in ihrem Dorf Bio-Sand-Wasserfilter installiert werden, meldete sie sich sofort für einen Wasserfilter für sich und ihre Töchter an. Sie lernte, einen Wasserfilter selbst zu bauen und bekam Hygieneschulungen, um in Zukunft von dem sauberen Wasser zu profitieren. Obwohl das Bauen des Filters hart war, hat es sich gelohnt: Peans Töchter werden seltener krank, wodurch auch die Kosten für Krankenhausbesuche wegfallen, die sich die Familie ohnehin nicht leisten konnte.

Notwendigkeit

 

Erkrankung durch verschmutztes Trinkwasser

Aktivität

 

Bio-Sand-Wasserfilter werden installiert

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Familien, die mit gefiltertem Trinkwasser versorgt werden können

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Rückgang der wasserverunreinigungsbedingten Krankheiten

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Flächendeckende Trinkwasserversorgung durch den Bio-Sand-Wasserfilter und Eindämmung von Krankheiten

Hintergrund

In Entwicklungsländern sterben Kinder noch immer an vermeidbaren Krankheiten wie etwa Durchfall oder Cholera. Laut UNICEF sind 88 % dieser Erkrankungen auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. Jährlich sterben allein rund 1,1 Millionen Kinder daran. Der Zugang zu sauberem Wasser und das Einhalten von Hygienestandards tragen dazu bei, dass Kinder und ihre Familien nicht mehr von Bakterien oder Keimen lebensbedrohlich infiziert werden. Durch den Bio-Sand-Wasserfilter wird in 1 Minute 1 Liter verschmutztes Wasser in Trinkwasser verwandelt. Der Filter versorgt in der Regel eine sechsköpfige Familie mit sauberem Wasser, funktioniert ohne Strom und ist extrem langlebig. Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser sinkt die Krankheitsrate, sodass Kinder regelmäßig zur Schule und Eltern dauerhaft zur Arbeit gehen können.

Die gute Tat

Der Bio-Sand-Wasserfilter ist eine so simple wie kostengünstige Methode, um verschmutztes Wasser in Trinkwasser zu wandeln. Zudem werden die Bewohner über die Risiken aufgeklärt, die schmutziges Wasser mit sich bringt und wie wichtig die Einhaltung von Hygienestandards (wie z. B. Händewaschen nach dem Klogang) ist. Der Bio-Sand-Wasserfilter versorgt täglich eine sechsköpfige Familie mit frischem Wasser, die sonst gezwungen wäre, es jeden Tag abzukochen oder horrende Preise auf den Märkten zu bezahlen.

Herausforderung

Die größte Herausforderung besteht in der Finanzierung. Die Bio-Sand-Wasserfilter werden zum überwiegenden Teil mit ihren Empfängern durch Materialien vor Ort gebaut. Diese bekommen Schulungen zu Hygiene und Wartung des Filters, sodass er Jahrzehnte hält.

Über Uganda

Kampala

Hauptstadt

35.357.000 (2013)

Einwohnerzahl

589 US$

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

161

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Uganda verfügt über eine vielfältige Flora und Fauna. Ebenso vielfältig sind die Menschen: 40 verschiedene Volksgruppen mit eigenen Sprachen, Bräuchen und Kulten leben in dem Land.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Geschenke der Hoffnung e. V.

Zertifiziert durch

DZI- Spendensiegel, Initiative Transparente Zivilgesellschaft, Spenden-Prüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz

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