TAG 16
98 Pflanzensetzlinge fĂŒr ein Dorf in Guatemala

Esperanza heißt Hoffnung - Esperanza heißt Hoffnung -

und ein paar GemĂŒsepflanzen können einen großen Unterschied machen

In Esperanza, einem Dorf in Guatemala, wurde wĂ€hrend des BĂŒrgerkrieges (1960 -1996) die indigene Bevölkerung systematisch bekĂ€mpft: Ihr Hauptsiedlungsraum, das Hochland, wurde flĂ€chendeckend bombardiert. Noch heute sind große Teile dieser Region von Bildung, medizinischer Versorgung und Wirtschaft abgeschnitten. Die Menschen leiden unter Krankheit, Hunger und großer Armut und haben wenig Hoffnung. Doch das Dorf Esperanza (auf deutsch "Hoffnung") ist ein guter Startpunkt, um etwas zu verĂ€ndern.

Notwendigkeit

 

Kinderarmut lindern

AktivitÀt

 

GemĂŒsesetzlinge werden ausgegeben und LehrflĂ€chen werden angelegt

ZĂ€hlbare Leistung

 

Anzahl der Lehrgangsteilnehmer und bestellten Felder

Ergebnis

 

Anzahl der Familien, die sich dank der Ernte selbst versorgen können

Systemrelevante Wirkung

 

Verbesserte und gesĂŒndere ErnĂ€hrungslage in der Region fĂŒhren zu besseren Ausbildungschancen fĂŒr Kinder

Hintergrund

Hunderte Dörfer im Hochland Guatemalas leben im Elend. Bezeichnend fĂŒr das Dorf Esperanza sind die vielen Waisenkinder, die ihre VĂ€ter oder auch beide Eltern durch UnfĂ€lle auf dem Weg zur Arbeit verloren haben. Die Fahrzeuge und die engen Straßen sind in miserablem Zustand; so enden Fahrten hĂ€ufig tödlich. Die Kinder und die zurĂŒckgelassenen Frauen sind schließlich auf sich allein gestellt. Viele Menschen sind Indigenas („Indigene Völker“), sprechen den Dialekt Mam (einer der drei meistverbreiteten Dialekte im Land) und sind der Amtssprache Spanisch nicht mĂ€chtig. Sie leben hier in grĂ¶ĂŸter Armut. Ihre Kinder haben keine Perspektiven. Auch in Nueva Panajachel und Umgebung gibt es kaum ArbeitsplĂ€tze. Außerdem haben die meisten Bewohner keine oder nur eine minimale Schulausbildung. Allein die Frauen sind fĂŒr den Haushalt verantwortlich. Um kochen und heizen zu können (in dieser Region wird es oft sehr kalt), mĂŒssen sie zum Brennholzsammeln weite Wege zurĂŒcklegen. Die ErnĂ€hrung ist mangelhaft, teils wegen der großen Armut, teils wegen mangelnden Wissens ĂŒber Essenszubereitung. Mais ist hier das wichtigste und manchmal das einzige Nahrungsmittel. Entsprechend katastrophal ist die ErnĂ€hrungssituation fĂŒr die Kinder. Sie leiden an UnterernĂ€hrung oder schweren Mangelerscheinungen.

Die gute Tat

Die Maßnahme „GemĂŒsepflanzen beseitigen Not“ setzt an den Ursachen der Armut an. Die Frauen lernen, ihre Familien aus eigener Kraft zu ernĂ€hren und aus ihrer Ernte vielfĂ€ltige und gesunde Mahlzeiten zuzubereiten. Zugleich werden Kenntnisse vermittelt, die die Frauen in die Lage versetzen, ihre Produkte regional zu verkaufen. Die Organisation setzt also gleichzeitig und vor allem dauerhaft an den beiden grĂ¶ĂŸten Defiziten an: Sie bekĂ€mpft Krankheiten aufgrund MangelernĂ€hrung und beseitigt materielle Not.

Herausforderung

Entscheidend ist die Motivation der Menschen. Ein zuvor durchgefĂŒhrtes, erfolgreiches Pilotprojekt hat alle ĂŒberzeugt: Die Gemeinden stellen Grund und Boden fĂŒr Schulen und Lehrfelder zur VerfĂŒgung. Die Frauen waren bereits bei der Projektplanung mit Begeisterung und hoch motiviert dabei.

La Cumbre-Esperanza, Guatemala

ÜberGuatemala

Guatemala-Stadt

Guatemala-Stadt

Hauptstadt

15.438.384 (2013)

15.438.384 (2013)

Einwohnerzahl

3.302 US$

3.302 US$

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

133

133

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Große Vielfalt indigener Kulturen. JĂ€hrliche Naturkatastrophen zĂ€hlen zu den int. Verheerendsten. Höchste Kinder-/MĂŒttersterblichkeit M-Amerikas. Eines der LĂ€nder mit grĂ¶ĂŸter sozialer Ungleichheit.

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Stiftung Kinderzukunft

Mitglied im Bundesverband deutscher Stiftungen Ausgezeichnet, als Stiftung des Jahres 2009 DZI- Spendensiegel

WeiterfĂŒhrende Links