Tag 24

Obdachlosenhilfe der Heilsarmee in Bielefeld

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Obdachlosenhilfe der Heilsarmee in Bielefeld
Tag 24
Wertvolle Ressourcen dorthin bringen, wo sie benÖtigt werden

Das ganze Jahr über ist Kapitän Michael Geymeier von der Heilsarmee in den Abendstunden mit Freiwilligen in Bielefeld unterwegs. Bis nach Mitternacht sucht das Heilsarmee-Team dann Obdachlose auf, um ihnen warme Getränke, Snacks und Schlafsäcke zu bringen und um mit ihnen zu reden. In besonders kalten Winternächten öffnet er zudem den geheizten Gemeindesaal für Notübernachtungen. Die Gemeindeleiter, Michael und Sabine Geymeier, sind sich ihrer Verantwortung bewusst: „Bei eisigen Temperaturen ist es sehr gefährlich, draußen unter Brücken zu nächtigen, auf Parkbänken, in Einfahrten oder Abrisshäusern. Jeder weitere Minusgrad kann den Tod bedeuten.“ Bisweilen reagieren manche Wohnungslose im ersten Augenblick mürrisch, wollen nicht gestört werden. Die meisten nehmen jedoch dankbar den Kaffee und in eisigen Nächten auch die Einladung an, sie ins Warme zu bringen.

Wertvolle Ressourcen dorthin bringen, wo sie benötigt werden
Wertvolle Ressourcen dorthin bringen, wo sie benötigt werden
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Notwendigkeit
Mahlzeiten in unserem Tagestreff, Kaffee und Schlafsäcke zur Ausgabe bei der Kältestreife, Benzin für den Einsatzwagen.
Aktivität
Die Heilsarmee in Bielefeld sucht nachts Obdachlose auf und gibt Kaffee, Snacks und Schlafsäcke aus. Tagsüber bietet sie einen Tagestreff mit Essensausgabe und Sozialberatung für Bedürftige an.
Zählbare Leistung
Nach ca. 12 Monaten Anzahl der Obdachlosen, an die eine Suppe und ein Kaffee herausgegeben werden konnte
Ergebnis
Nach ca. 3 Jahren Messbare Verbesserung des Gesundheitszustandes der Obdachlosen.
Systemrelevante Wirkung
Nach ca. 7 Jahren Langfristig möchten wir bedürftige Menschen dabei begleiten, ihr Leben wieder eigenständig in den Griff zu bekommen. Im Akutfall geht es darum, dass keiner der Bielefelder Obdachlosen in einem reichen Land wie Deutschland erfrieren muss.
Hintergrund

Kältetote hier bei uns?! Im Winter 2011/2012 starben in Europa etwa 300 Menschen an der unerbittlichen Kälte, einige von ihnen auch in Deutschland. Über die kurzen Meldungen in den Medien hinaus liegen meist keine offiziellen Zahlen vor. Doch bei den laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fast 300000 Obdachlosen in unserem Land kann man sich vorstellen, dass auch hier Minustemperaturen Leben kosten können. Für Obdachlose sind die Wintermonate die härteste Zeit im Jahr. Die Tage sind kurz – und die Einsamkeit und das Gefühl des Ausgestoßenseins werden umso größer, je mehr die Menschen sich in ihre Wohnungen zurückziehen. Die, die keine Wohnung haben, sind meist schon am Nachmittag auf der Suche nach einem windgeschützten und möglichst trockenen Ort, wo sie sich für ihr armseliges Nachtlager zurückziehen können. Doch dass es draußen auf der Straße Schutz und Wärme gibt, ist eine Illusion. „Am schlimmsten ist es, wenn ich krank bin“, sagt einer der Betroffenen. Dann prallt die ganze Härte der Situation auf ihn ein: niemand, der ihn pflegt, kein Essen, keine Medizin und kein warmes Bett.

Bielefeld, Deutschland
Tag 24
Die gute Tat

Zusätzlich zur nächtlichen Streife, bei der die Heilsarmee in Bielefeld Obdachlose im Freien aufsucht, um sie mit Heißgetränken, einer kleinen Stärkung und Schlafsäcken zu versorgen, bietet sie seit 2002 Notschlafplätze an. In besonders kalten Nächten des Jahres öffnet die Heilsarmee ihre Räume, um Obdachlose vor dem Erfrieren zu bewahren. Wichtig sind den Personen auch die Gespräche. Endlich haben sie einmal das Gefühl, dass sich jemand um sie kümmert.

Deutschland
Berlin
Berlin
Hauptstadt
80.781.000
80.781.000
Einwohnerzahl
Stand 2014
348.672
348.672
Landesfläche in km²
Deutsch
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Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt ist Deutschland die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte der Welt.