Adventskalender zum selber Basteln heißt: 24 Türchen selbst bauen, selbst aufhängen und jeden Tag im Dezember selbst öffnen. Und bei allen Ideen in diesem Beitrag füllst du deine 24 Türchen mit dem gleichen Inhalt: den 24 guten Taten unseres Adventskalenders — jeden Tag eine echte gute Tat, die hinter deinem selbst gebauten Türchen wartet. Sechs Bastelideen mit Materialliste, Anleitung und Tipp, plus die Antwort auf die Frage, woher du die konkreten Projekte für deine Türchen bekommst.
Was ist ein Adventskalender zum selber Basteln?
Ein Adventskalender zum selber Basteln ist ein Kalender, den du selbst herstellst, statt ihn fertig zu kaufen — meist 24 nummerierte Türchen, Säckchen oder Schachteln für die Tage vom 1. bis 24. Dezember. Das Prinzip ist so alt wie der Adventskalender selbst und trotzdem jedes Jahr beliebt, weil ein selbst gemachter Kalender persönlicher ist, weniger Müll macht und oft gar nicht teuer wird: Alles, was du brauchst, hast du meist schon zu Hause.
In diesem Beitrag bastelst du dabei keine beliebige Deko, sondern deine eigene Version des 24 GUTE TATEN Adventskalenders: Du baust die 24 Türchen — und füllst sie mit unseren guten Taten. Wie das genau funktioniert, zeigt jede der sechs Ideen.
Sechs Bastelideen für deinen 24 GUTE TATEN Adventskalender
Jede Idee lässt sich an einem Nachmittag umsetzen. Und jede folgt demselben Prinzip: Am Ende stecken in deinen 24 Türchen die 24 guten Taten unseres Kalenders — aufgeschrieben, ausgedruckt oder als Kärtchen zum Herausnehmen. Für die Füllung brauchst du die konkreten Projekte aus deinem Download (dazu unten mehr); sie sind bei allen sechs Ideen identisch.
Idee 1: Papiertütchen an der Schnur — unsere guten Taten aufschreiben
Kleine Tüten an einer Schnur: sieht aufgeräumt aus, hängt flexibel und geht am schnellsten. In jede Tüte schreibst du unsere gute Tat des Tages — genau richtig, wenn du Papier statt Gläser magst.
Du brauchst: 24 kleine Papiertüten (z. B. Kraftpapiertüten), eine Schnur oder Kordel, Wäscheklammern oder Mini-Klammern, Stift oder Nummern-Aufkleber, 24 kleine Kärtchen oder Zettel, optional eine Lichterkette und Zweige zum Dekorieren.
So geht's:
- Jede Tüte mit einer Zahl von 1 bis 24 beschriften.
- Die gute Tat des Tages auf ein Kärtchen schreiben oder drucken — eine pro Türchen, in der Reihenfolge der Tage.
- Kärtchen in die Tüten legen. Wer mag, legt noch etwas Kleines dazu: ein Täfelchen Schokolade oder einen Teebeutel.
- Die Schnur dort spannen, wo der Kalender hängen soll — am Fenster, an der Wand oder überm Sofa.
- Tüten in Reihe (oder bunt gemischt) mit den Klammern aufhängen und mit Zweigen oder Lichterkette dekorieren.
Tipp: Bewahre die Kärtchen nach dem Öffnen auf — etwa an einer Kordel oder in einem schönen Karton. So bleibt am Ende nicht nur ein Kalender, sondern deine eigene Sammlung von 24 guten Taten.
Idee 2: Weckgläser — unsere Projekte in jedem Glas
24 Gläser in einer Reihe sehen aus wie ein kleines Regal voller Überraschungen. Statt Leckereien kommt in jedes Glas eines unserer Projekte: das Kärtchen mit der guten Tat des Tages, zum Herausnehmen und Ansehen.
Du brauchst: 24 saubere Gläser mit Deckel (Marmeladen-, Honig- oder Schraubgläser), Papier oder Karton für Zahlen, Kleber oder Geschenkband, 24 Projektkärtchen aus deinem Download, eine Fensterbank, ein Regal oder ein Brett.
So geht's:
- Gläser gründlich auswaschen und ganz trocknen lassen.
- Aus Kraftpapier runde Etiketten schneiden und mit 1 bis 24 nummerieren.
- Etiketten auf die Deckel kleben — mit Geschenkband drum sieht es besonders hübsch aus.
- In jedes Glas ein Projektkärtchen legen: das Projekt des Tages, sichtbar von oben.
- Die Gläser in einer Reihe aufstellen — an einem Stück oder auf zwei Fensterbänke verteilt.
Tipp: Öffne jeden Tag das Glas des Tages zusammen am Frühstückstisch und lest die gute Tat laut vor — so wird aus dem Deko-Objekt ein kleines Ritual für alle.
Idee 3: Die Klopapierrollen-Pyramide — basteln mit Kindern
Aus 24 Pappröllchen entsteht ein kleiner Weihnachtsbaum. Die ideale Idee für Familien: schneiden ist nicht nötig, und die gute Tat des Tages wird jeden Abend gemeinsam entdeckt.
Du brauchst: 24 leere Toilettenpapierrollen (alternativ halbierte Küchenrollen), grüne Farbe, Pinsel, flüssigen Kleber oder Heißkleber (nur für Erwachsene), 24 Kärtchen mit den guten Taten aus deinem Download, Papier und Stift für die Zahlen.
So geht's:
- Rollen sammeln — am besten fängst du schon ein paar Wochen vorher an.
- Rollen grün anstreichen und gut trocknen lassen — das braucht ein Wochenende.
- Eine Rollenseite flach zusammendrücken, das Kärtchen mit der guten Tat hineinlegen, dann auch die andere Seite verschließen.
- Die Rollen zu einer Pyramide stapeln: unten viele, oben wenige — wie ein Weihnachtsbaum.
- Zahlen von 1 bis 24 auf die Rollen schreiben, am besten oben auf jede Baum-Ebene.
Tipp: Wenn die Pyramide wackelt, klebst du die unterste Ebene auf einem festen Karton fest — dann übersteht der Baum auch neugierige Kinderhände beim täglichen Öffnen.
Idee 4: Streichholzschachteln — die gute Tat im Mini-Format
24 bemalte Streichholzschachteln passen auf jeden Tisch. Weil die Schachteln so klein sind, passt hier die gut komprimierte Version: die gute Tat des Tages als Mini-Kärtchen, die Zahl auf den Deckel.
Du brauchst: 24 leere Streichholzschachteln (aus dem Bastelladen), Acrylfarbe oder Geschenkpapier, Stift oder kleine Zahlen-Sticker, 24 Mini-Kärtchen mit den guten Taten aus deinem Download.
So geht's:
- Schachteln anstreichen oder mit Geschenkpapier bekleben.
- Auf jede Schachtel eine Zahl von 1 bis 24 schreiben oder kleben.
- In jede Schachtel das Mini-Kärtchen mit der guten Tat des Tages legen — foldsich zusammengelegt passt es auch in die kleinste Schachtel.
- Schachteln aufstellen: in einer Reihe, als Quadrat oder als Baum.
- Das letzte Türchen am 24. Dezember hervorheben, zum Beispiel mit goldener Farbe oder einem Band.
Tipp: In einer Kiste mit Trennfächern gelagert, überleben die Schachteln das Jahr — im nächsten Advent füllst du sie einfach mit den neuen Projekten wieder auf.
Idee 5: Mini-Häuschen aus Papier — ein eigenes Türchen pro guter Tat
Aus festem Papier gefaltete Häuschen bilden ein kleines Dorf — und jedes Häuschen bekommt eine Nummer und eine Tür, hinter die du die gute Tat des Tages legst. So bastelst du den 24 GUTE TATEN Adventskalender als Mini-Dorf.
Du brauchst: festes Papier oder Karton (ab etwa 200 g/m²), Lineal, Bastelmesser, Bleistift, Kleber, LED-Teelichter, 24 Kärtchen mit den guten Taten aus deinem Download, Stift oder Zahlen-Aufkleber.
So geht's:
- Häuschen-Schablonen ausdrucken oder selbst zeichnen: ein quadratischer Korpus mit Faltdach.
- Schablonen auf den Karton übertragen, ausschneiden und die Falzkanten leicht anritzen.
- Häuschen falten und zusammenkleben — erst den Korpus, dann das Dach. Vorn eine Klapptür einschneiden, die sich öffnen lässt.
- Hinter jede Tür das Kärtchen mit der guten Tat des Tages legen, die Zahl auf die Vorderseite.
- Die Häuschen in einer Reihe aufstellen, in ein bis zwei ein LED-Teelicht legen.
Tipp: Verwende unbedingt LED-Teelichter — echtes Kerzenlicht hat in Papphäuschen nichts verloren.
Idee 6: Der Upcycling-Kalender — 24 Behälter für 24 gute Taten
Der nachhaltigste Adventskalender ist der, für den du gar nichts einkaufst: Dosen, Eierkartons, kleine Kisten oder eine alte Leiter werden zur Türchen-Wand — und in jedem Behälter wartet eine unserer guten Taten.
Du brauchst: saubere Konservendosen, Eierkartons, kleine Schachteln oder eine alte Leiter, Farbe nach Belieben, Zahlen, 24 Projektkärtchen aus deinem Download, Wandhaken oder ein Brett mit Nägeln (alternativ Klebeband für die Wand).
So geht's:
- Behälter sammeln und reinigen — bei Konservendosen die Ränder sorgfältig auf scharfe Kanten prüfen und gegebenenfalls nachfeilen.
- Behälter gestalten: anstreichen, bekleben oder mit Band umwickeln.
- Jeden Behälter mit einer Zahl von 1 bis 24 versehen.
- In jeden Behälter ein Projektkärtchen legen — fertig ist deine eigene 24-Türchen-Wand.
- Hast du eine alte Leiter? Dann verteile die Behälter auf den Stufen — jede Ebene ist eine Adventswoche.
Tipp: Gerade wenn Kinder mitmachen, die Dosenränder wirklich gründlich prüfen — das ist der einzige kritische Punkt bei dieser Idee.
Was kommt in die 24 Türchen? Die guten Taten unseres Kalenders
Bei allen sechs Ideen gilt dasselbe Prinzip, das hinter unserem Adventskalender steckt: 24 Türchen – 24 gute Taten – ab 24 €. Hinter jedem Türchen steht ein sorgfältig ausgewähltes Projekt, das mit deiner Spende konkret etwas bewirkt — jeden Tag eines. Den Charity-Adventskalender gibt es seit 2011, jedes Jahr bewerben sich über 200 Organisationen, und 24 Projekte schaffen es in den Kalender.
Um welche Projekte es im Detail geht? Das verraten wir hier bewusst nicht — die Türchen sollen ja überraschen. Für deinen selbst gebastelten Kalender heißt das: Du baust die Türchen, und die konkreten guten Taten bekommst du von uns. Genau wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
Wie bekommst du die konkreten Projekte für deinen Kalender? (Als Download)
Die konkreten Projekte für deine 24 Türchen bekommst du als Download, wenn du den digitalen Adventskalender von 24 GUTE TATEN bestellst, ab einer Spende von 24 €. Wir schicken dir dann einen Link zum Download für die Bastelvorlage mit den 24 Türchen, auch schon vor dem 1. Dezember. Du bastelst also deine ganz eigene Version — Tüten, Gläser, Pyramide, Schachteln, Häuschen oder Upcycling-Wand — und füllst sie mit dem echten Inhalt aus 24 sorgfältig ausgewählten Projekten. So wird aus deinem Kalender nicht nur ein schönes Deko-Objekt, sondern jeden Tag eine kleine Geschichte, die wirklich passiert.
Den digitalen Adventskalender bekommst du ab dem 1. Dezember täglich per E-Mail mit dem jeweils tagesaktuellen Türchen. Wenn du lieber etwas Festes in der Hand magst, kannst du auch den Original-Kalender ab 24 € bestellen — er wird ab Oktober versandt. Alle Details, Varianten und Preise findest du auf der Produktseite:
Adventskalender bestellen – ab 24 €
Und wenn du noch mehr Inspiration für Kalender-Arten aller Art brauchst, wirf einen Blick in unseren großen Adventskalender-Überblick.
Adventskalender basteln mit Kindern: Worauf du achten solltest?
Basteln mit Kindern funktioniert am besten bei den Ideen 3 und 4 — Klopapierrollen und Streichholzschachteln kommen ganz ohne scharfe Messer aus. Am schönsten wird es, wenn die Kinder mitentscheiden dürfen: welche Farbe der Baum bekommt, welches Türchen welche Nummer bekommt. Das tägliche Öffnen wird dann zum gemeinsamen Moment — die gute Tat des Tages wird vorgelesen und besprochen. Falls du den Kalender in der Schule oder Kita einsetzen willst, haben wir für den sozialen Adventskalender in der Grundschule einen eigenen Artikel mit konkreten Tipps zusammengestellt:
Sozialer Adventskalender in der Grundschule
Tipp: Vereinbart eine feste Regel — geöffnet wird erst am 1. Dezember, und immer nur das Türchen des Tages. Die Vorfreude wächst mit dem Warten.
Fazit: Dein Kalender, unsere 24 guten Taten
Adventskalender zum selber Basteln ist kein Projekt für Perfektionist*innen — es ist ein Projekt für Menschen, die Vorfreude sichtbar machen möchten. Sechs Ideen, ein Nachmittag, 24 Türchen: Ob an der Schnur, im Glas, als Baum, im Mini-Format, als Häuschen-Dorf oder als Upcycling-Wand — der Inhalt bleibt bei jeder Variante derselbe: die 24 guten Taten unseres Adventskalenders, Tag für Tag bis Heiligabend. Und damit hat dein Adventskalender von Anfang an eine Geschichte, die man gerne weitererzählt.