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TAG 7

Unsichtbare Netze. Sichtbare Wirkung.

1.231 m² Meeresgrund nach Geisternetzen im Mittelmeer absuchen

Wusstest Du, dass verloren gegangene Fischernetze oft Jahrzehnte nach ihrer Nutzung noch zur tödlichen Falle für Meerestiere werden können? Diese sogenannten Geisternetze treiben im Wasser oder liegen auf dem Meeresgrund. Fische, Schildkröten und Meeressäuger können sich darin verfangen.

Deine heutige gute Tat ermöglicht die Suche auf 1.231 m² Meeresgrund im Mittelmeer. Mit moderner Technik wird der Meeresgrund nach verlorenen Netzen abgesucht. So können die Netze gefunden und später geborgen werden. Danke, dass Du damit Meereslebensräume und ihre Bewohner schützt!

Mit moderner Technik verborgenen Müll im Meer aufspüren.

Mit Deiner heutigen Spende finanzierst Du die Absuchung von 1.231 m² Meeresgrund nach Geisternetzen im Mittelmeer. Die Netze werden lokalisiert und können anschließend geborgen werden.

Begleite unsere Expert*innen im Video bei der Suche nach Geisternetzen.

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DER HINTERGRUND

Illustration Überall dort, wo gefischt wird, kann Ausrüstung verloren gehen. Weltweit landen jedes Jahr rund 75.000 km² Netze im Meer. Das entspricht etwa 14% der Fläche Frankreichs.¹ Diese verlorenen Netze können weiterhin Tiere fangen. Im Laufe der Zeit zerfallen sie außerdem zu Mikroplastik.²
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Geisternetze treiben unbemerkt im Wasser oder sinken auf den Meeresgrund. Dort können sie weiterhin Fische, Meeressäuger und Schildkröten fangen. Sie können außerdem Lebensräume unter Wasser beschädigen und eine Gefahr für Taucher*innen und Schiffe darstellen.³
Stürme, Hindernisse im Meer oder Zusammenstöße von Booten mit Stellnetzen können zum Verlust von Fischereiausrüstung führen. Manchmal werden Geräte auch im Meer zurückgelassen, zum Beispiel bei illegaler Fischerei.³
Ein Sonargerät sendet Schallwellen in die Tiefe. Diese Wellen werden vom Meeresgrund zurückgeworfen. Aus der Stärke und der Dauer des Echos entsteht eine Karte des Meeresbodens. Ein Netz kann darauf als auffällige Struktur erscheinen. Nach Angaben aus dem Projekt sucht das Unterwasserfahrzeug Quadro den Meeresboden selbstständig ab. Fachleute und künstliche Intelligenz prüfen anschließend die Sonaraufnahmen.⁴ Die Plattform GhostNetZero.ai kann vorhandene Sonardaten auswerten und mögliche Fundstellen erkennen.⁵ Taucher*innen überprüfen die Positionen und melden bestätigte Geisternetze über eine App. Danach können speziell geschulte Personen die Bergung vorbereiten.

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MENSCHEN UND IHRE GESCHICHTEN

Hightech-Einsatz für ein gesundes Ökosystem

Hightech-Einsatz für ein gesundes Ökosystem

Geisternetze können Meerestiere fangen und Lebensräume unter Wasser schädigen.³ Autonome Unterwasserfahrzeuge helfen dabei, diese Netze zu finden und ihre Bergung vorzubereiten.⁴

Im Mittelmeer gibt es einzigartige Lebensräume wie endemische Seegraswiesen.⁶ Gleichzeitig gehört es zu den Meeresgebieten, die weltweit besonders stark mit Plastik belastet sind.⁷ Jährlich bleiben dort Tausende Tonnen Fischereiausrüstung zurück.⁸ Verlorene Netze können weiterhin Tiere fangen und die Lebensräume belasten.

Das autonome Unterwasserfahrzeug Quadro wird eingesetzt, um diese schwer sichtbaren Netze zu finden. Wegen seiner Form erinnert es an einen Pinguin. Quadro beschreibt seinen Einsatz so:

Autonome Unterwasserfahrzeuge wie Quadro werden genau dafür eingesetzt. Quadro, das durch seine stromlinienförmige Bauweise an einen Pinguin erinnert, ist unermüdlich im Einsatz: "Ich tauche ab und durchstreife den Meeresgrund. Ausgestattet mit modernstem Sonar und einer Kamera scanne ich den Boden nach Auffälligkeiten ab. Während das Team oben auf dem Boot parallel sucht, kann ich die abgesuchte Fläche an einem einzigen Tag mindestens verdoppeln und so Verborgenes sichtbar machen."

Mit Deiner heutigen Spende finanzierst Du diesen technischen Einsatz vor der französischen Mittelmeerküste, zum Beispiel im Nationalpark Calanques. Die gewonnenen Daten fließen nach Angaben aus dem Projekt auch in die internationale „Panda Sonar School“ ein.⁴ Dort wird Wissen über die Suche nach Netzen weitergegeben. Jeder abgesuchte Quadratmeter hilft dabei, Geisternetze zu finden und Meereslebensräume zu schützen.

Mission Geisternetz!

Starte das Suchspiel und hilf mit, das Mittelmeer von gefährlichen Geisternetzen zu befreien!
Spiel
Baue Deine eigene geheimnisvolle Klangbox!

Baue Deine eigene geheimnisvolle Klangbox!

Delfine orientieren sich mithilfe von Schallwellen – und Sonargeräte suchen auf ähnliche Weise den Meeresgrund nach verborgenen Gegenständen ab. Bei diesem Experiment kannst Du selbst erforschen, wie unterschiedlich Materialien klingen. Findest Du heraus, was sich in den verschlossenen Boxen versteckt?

Das brauchst Du:

  • mehrere möglichst gleich große Kartons, zum Beispiel Schuhkartons
  • verschiedene Gegenstände und Materialien, zum Beispiel einen Metalllöffel, einen weichen Schwamm, etwas trockenen Reis und einen Holzbaustein
  • kleine Beutel oder Behälter für lose Materialien
  • Klebeband zum Verschließen der Kartons
  • eine Person, die die Klangboxen für Dich vorbereitet

So geht’s:

  1. Bereitet die Klangboxen vor:Eine andere Person legt jeweils einen Gegenstand in jeden Karton. Der Reis kommt vorher in einen gut verschlossenen Beutel oder kleinen Behälter. Anschließend werden alle Kartons mit Klebeband verschlossen. Du darfst natürlich noch nicht sehen, was sich darin befindet!
  2. Macht den Klopftest:Klopfe vorsichtig mit dem Fingerknöchel gegen die Außenseite einer Box und höre genau hin. Klingt sie eher hohl, dumpf oder hell? Hörst Du im Inneren etwas klappern oder rascheln?
  3. Probiert den Klangtest aus:Summe oder singe einen Ton in Richtung der Box. Lege dabei vorsichtig eine Hand auf den Karton. Kannst Du eine leichte Schwingung spüren? Klingt der Ton bei allen Boxen gleich?
  4. Stellt Vermutungen auf:Was könnte sich in den einzelnen Boxen befinden? Achte auf das Klappern, Rascheln und die unterschiedlichen Klänge. Ordne jedem Karton einen Gegenstand zu.
  5. Lüftet das Geheimnis:Öffnet gemeinsam die Kartons und überprüft Eure Vermutungen. Welche Materialien konntest Du besonders leicht am Klang erkennen?

Was steckt dahinter?Verschiedene Gegenstände und Materialien erzeugen unterschiedliche Geräusche und verändern die Schwingungen in einem Karton. Ein echtes Sonargerät sendet Schallwellen aus und wertet deren Echo aus. So kann es Gegenstände und Strukturen unter Wasser erkennen – zum Beispiel Geisternetze auf dem Meeresgrund.

KURZ ZUSAMMEN­GEFASST

DAS PROBLEM

Verloren gegangene Fischernetze treiben als sogenannte Geisternetze durchs Mittelmeer und töten als unsichtbare Plastikfallen Fische, Schildkröten und Meeressäuger.

DIE LÖSUNG

Deine heutige gute Tat macht es möglich, dass autonome Unterwasserfahrzeuge den empfindlichen Meeresboden per Sonar nach diesen gefährlichen Netzen absuchen.

DIE WIRKUNG

Die Netze können präzise lokalisiert und geborgen werden, was die Geisterfischerei sofort stoppt und die maritimen Lebensräume nachhaltig schützt.

Ihr seid spitze!
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Quellen und weiterführende Links

  • ¹ Richardson, K. et al. 2022. Global estimates of fishing gear lost to the ocean each year. Science Advances 8(41), eabq0135. https://doi.org/10.1126/sciadv.abq0135
  • ² Sharma, D. et al. 2024. Fishing Gears and Nets as a Source of Microplastic. In: Shahnawaz, M. et al. (Hrsg.). Microplastic Pollution, 127–140. Springer, Singapur.
  • ³ WWF Deutschland 2025. Geisternetze – tödliche Gefahr. WWF Deutschland, Berlin.
  • ⁴ WWF Deutschland 2026. Projektinformationen zur Geisternetzsuche im Mittelmeer. Unveröffentlichte Projektdaten für den Adventskalender 24 GUTE TATEN 2026.
  • ⁵ Microsoft 2025. Saving marine life with every dive. Microsoft Unlocked. https://unlocked.microsoft.com/ghostnetzeroai/
  • ⁶ Ruitton, S., B. Belloni, C.-F. Boudouresque, C. Marc & D. Thibault 2020. Methodological Guide for the Assessment of the Impacts of Derelict Fishing Gear. 2. Auflage, Mediterranean Institute of Oceanography (MIO), Marseille.
  • ⁷ Boucher, J. & G. Billard 2020. The Mediterranean: Mare Plasticum. International Union for Conservation of Nature, Gland. https://portals.iucn.org/library/efiles/documents/2020-030-En.pdf
  • ⁸ Golik, A. 1997. Debris in the Mediterranean Sea: Types, Quantities, and Behavior. In: Coe, J. M. & D. B. Rogers (Hrsg.). Marine Debris: Sources, Impacts, and Solutions. Springer, New York.