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TAG 23

Wissen, das vor Überwachung schützt

3 Min. Cybersecurity-Training für Journalist*innen weltweit

Pressefreiheit ist ein Menschenrecht. Journalist*innen berichten über Politik, Korruption, Menschenrechte oder Umweltprobleme. Dabei können sie überwacht, bedroht oder digital angegriffen werden. Ein Angriff auf ihre Handys oder Laptops kann auch Menschen gefährden, die ihnen vertrauliche Informationen gegeben haben.

Sicherheitstrainings und Empowerment für Medienschaffende aus aller Welt

Mit Deiner heutigen Spende finanzierst Du 3 Minuten Cybersecurity-Training für bedrohte Journalist*innen. Die heutige gute Tat sorgt für digitale Selbstverteidigung, den Schutz sensibler Quellen und ermöglicht so unabhängige Berichterstattung.

Begleite Reporter ohne Grenzen im Video.

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DER HINTERGRUND

Illustration Digitale Überwachung, Drohungen und Angriffe können Journalist*innen an ihrer Arbeit hindern und die Sicherheit ihrer Quellen gefährden. Die Vereinten Nationen warnen davor, dass digitale Technologien sowohl neue Möglichkeiten für den Journalismus als auch neue Gefahren durch Überwachung und Angriffe schaffen.¹ Eine weltweite Befragung von Journalistinnen ergab, dass 73% der Teilnehmerinnen bereits digitale Gewalt erlebt hatten.²
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Journalist*innen arbeiten häufig mit vertraulichen Informationen und berichten über Themen, an denen mächtige Personen, Unternehmen oder staatliche Stellen ein Interesse haben können. Mögliche Angriffe reichen von Phishing-Mails, gestohlenen Passwörtern und veröffentlichten persönlichen Daten bis zu Hasskampagnen und Spähsoftware. Eine Überwachung kann den Standort einer Person, ihre Nachrichten oder die Identität ihrer Quellen offenlegen.³ In Sicherheitstrainings lernen die Teilnehmenden deshalb zum Beispiel, ihre Konten zu schützen, sichere Kommunikationswege zu nutzen, Sicherheiteinstellungen zu optimieren und vertrauliche Dateien verschlüsselt zu speichern.³ Im Digital Security Lab können verdächtige Geräte außerdem auf Spuren von Überwachungssoftware geprüft werden.
Journalistinnen erleben häufig geschlechtsspezifische digitale Gewalt. In einer weltweiten Befragung berichteten 73% der weiblichen Teilnehmerinnen von entsprechenden Erfahrungen. Besonders oft wurden verstärkte Angriffe mit Berichten über Gender-Themen verbunden: Dies nannten 47% der Befragten. Danach folgten Politik und Wahlen mit 44% sowie Menschenrechte und Sozialpolitik mit 31%.² Solche Angriffe können unter anderem aus Beleidigungen, Drohungen, sexueller Belästigung oder der Veröffentlichung persönlicher Daten bestehen. Sie können dazu führen, dass Journalist*innen bestimmte Themen meiden oder ihre Arbeit unterbrechen.
Unabhängige Medien informieren die Öffentlichkeit und kontrollieren die Arbeit von Regierungen und anderen mächtigen Stellen. Menschen benötigen verlässliche Informationen, um sich eine eigene Meinung zu bilden und politische Entscheidungen zu treffen. Werden Journalist*innen überwacht oder zum Schweigen gebracht, wird auch der Zugang der Öffentlichkeit zu verlässlichen Informationen eingeschränkt.¹

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MENSCHEN UND IHRE GESCHICHTEN

Wissen, das vor Überwachung schützt

Wissen, das vor Überwachung schützt

Digitale Überwachung und Angriffe gefährden Journalist*innen, ihre Daten und ihre Quellen.¹ Sicherheitstrainings vermitteln praktisches Wissen, mit dem Medienschaffende ihre digitale Gefährdung verringern können.³

Für eine Journalistin, die beispielsweise über Landraub durch illegale Minen berichtet, kann ein einziger ungesicherter Moment am Checkpoint bedeuten, dass ihre Interviewpartner in tödliche Gefahr geraten. Früher fehlten ihr oft das Wissen und die Erfahrung, um sich und ihre Quellen vor digitalem Zugriff zu schützen. Heute hat sie im Training gelernt, ihre Tonaufzeichnungen zu verschlüsseln und ihre digitalen Spuren so klein wie möglich zu halten.

In einem Cybersecurity-Training lernt sie, ihre persönliche Gefährdung einzuschätzen. Sie erfährt, wie sie Tonaufnahmen verschlüsselt, Konten absichert und möglichst wenige unnötige digitale Spuren hinterlässt.

Die Trainings in Berlin verbinden Grundlagen mit praktischen Übungen. Die Teilnehmenden prüfen ihre Sicherheitseinstellungen, lernen mögliche Anzeichen für Phishing oder Spähsoftware kennen und entwickeln einen passenden Schutzplan für ihre Arbeit.

Mit Deiner heutigen Spende werden 3 Minuten eines solchen Trainings finanziert. Das Wissen hilft den Journalist*innen dabei, ihre Arbeit, ihre Daten und ihre Quellen besser zu schützen. Die Teilnehmenden geben ihre Kenntnisse später an Kolleg*innen weiter.

Der Sicherheits-Code!

Ein interaktives Rätselspiel rund um digitale Selbstverteidigung. Verschlüssele vertrauliche Nachrichten mit den richtigen Werkzeugen!
Spiel
Bastel eine Geheimschrift-Maschine!

Bastel eine Geheimschrift-Maschine!

Journalist*innen müssen ihre Nachrichten oft schützen, damit sie geheim bleiben. Wir basteln heute eine einfache "Geheimschrift-Maschine", mit der Du Deinen Freunden Nachrichten schicken kannst, die nur Ihr entschlüsseln könnt!

Das brauchst Du:

  • Zwei Pappstreifen
  • Stifte
  • Eine Schere

So geht's:

  1. Schreibe auf beide Pappstreifen das Alphabet von A bis Z.
  2. Verschiebe die Streifen gegeneinander um zwei Buchstaben (z.B. A wird zu C).
  3. Jetzt kannst Du Nachrichten schreiben, bei denen jeder Buchstabe durch den zwei Stellen weiter im Alphabet ersetzt wird.
  4. Gib Deinem Freund den zweiten Streifen mit der gleichen Verschiebung, damit er Deine Nachricht lesen kann!

So hast Du eine tolle, einfache Geheimschrift, genau wie die Profis, die Daten schützen.

KURZ ZUSAMMEN­GEFASST

DAS PROBLEM

Journalist*innen werden überwacht, bedroht oder digital angegriffen. Dadurch können auch ihre vertraulichen Quellen gefährdet werden.

DIE LÖSUNG

Deine gute Tat finanziert praxisnahe Sicherheitstrainings, in denen Journalist*innen ihre digitale Gefährdung analysieren, Schutzsoftware nutzen und Strategien gegen digitale Gewalt erlernen.

DIE WIRKUNG

Die Sicherheit der Medienschaffenden wird gestärkt, unabhängige Berichterstattung kann auch unter Druck stattfinden und sichert damit das Recht aller auf verlässliche Information.

Ihr seid spitze!
Mit der aktuellen Spendensumme konnten bereits
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Stunden Cybersecurity-Training für bedrohte Journalist*innen finanziert werden.
Events

Und jetzt Du!

Du kannst Dich über Veranstaltungen und Kampagnen zur Pressefreiheit informieren und das Thema in Deinem Umfeld ansprechen.

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Quellen und weiterführende Links

  • ¹ United Nations Human Rights Council 2022. Reinforcing Media Freedom and the Safety of Journalists in the Digital Age. Report of the Special Rapporteur on the Promotion and Protection of the Right to Freedom of Opinion and Expression, A/HRC/50/29, United Nations, Genf.
  • ² Posetti, J. et al. 2022. The Chilling: A Global Study of Online Violence Against Women Journalists. International Center for Journalists & UNESCO.
  • ³ Reporters Without Borders (RSF) 2025. HEAT for Journalists (Part 9): Let’s Not Forget Digital Security. RSF Resources for Journalists.