Viele Menschen fliehen vor Krieg, Verfolgung und großer Not nach Europa. Weil sichere und legale Fluchtwege fehlen, überquerten 2025 rund 96.000 Menschen das zentrale Mittelmeer.¹ Diese Strecke zwischen Tunesien, Libyen und Italien gilt als die tödlichste bekannte Fluchtroute über das Meer. Im Jahr 2025 starben dort mindestens 1.330 Menschen oder gelten als vermisst.²
MENSCHEN UND IHRE GESCHICHTEN
Ein Moment des Aufatmens auf dem Mittelmeer
Weil sichere und legale Fluchtwege in die EU fehlen, riskieren jedes Jahr Zehntausende Menschen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer.¹ Seit 2014 starben auf der Flucht über das zentrale Mittelmeer knapp 27.000 Menschen oder gelten als vermisst.² Wissenschaftliche Untersuchungen fanden keinen Beleg dafür, dass zivile Rettungseinsätze mehr Menschen zu einer Überfahrt bewegen.⁵
„Niemand setzt seine Kinder in ein Boot, es sei denn, das Wasser ist sicherer als das Land.“ Die britische Dichterin Warsan Shire schrieb diese Worte unter dem Eindruck des Schicksals somalischer Geflüchteter in Italien.¹²
Menschen fliehen vor Krieg, Verfolgung und großer Not. Viele erleben auf ihrem Weg zusätzlich rassistische Gewalt und schwere Menschenrechtsverletzungen in Tunesien und Libyen.⁶ ⁷ Unter ihnen sind auch Minderjährige, Schwangere und andere besonders schutzbedürftige Personen. Weil sichere und legale Wege fehlen, überqueren sie das zentrale Mittelmeer häufig in überfüllten und nicht seetauglichen Booten. Oft haben sie zu wenig Treibstoff, Wasser und Essen dabei.
Während der Einsatzzeit von März bis November ist das Segelschiff NADIR im zentralen Mittelmeer unterwegs. An Bord befinden sich Rettungswesten, Verpflegung und Material für die medizinische Erstversorgung. Die Crew hält ständig Ausschau nach Seenotfällen.
Wenn sie ein Boot in Not entdeckt, nähert sich ein dreiköpfiges Team mit dem Beiboot. Die Crewmitglieder sprechen mit den erschöpften Menschen, verteilen Rettungswesten und reichen Trinkwasser. Sie erkennen medizinische Notfälle und bringen die betroffenen Personen bei Bedarf an Bord. Dort werden sie von medizinischen Fachkräften erstversorgt. In akuten Notfällen werden weitere Menschen aufgenommen. Gleichzeitig stimmt die Crew die nächsten Rettungsschritte und die Ankunft an einem sicheren Ort mit den zuständigen Behörden ab.
Deine heutige Spende finanziert 3 Minuten dieser direkten Nothilfe. Die ehrenamtliche Crew kann in dieser Zeit Rettungswesten und Wasser verteilen, Erste Hilfe leisten oder weitere Rettungsmaßnahmen abstimmen. So erhalten Menschen in Seenot schnelle Hilfe und Schutz.




