Bildung als stabiles Fundament für eine demokratische Zivilgesellschaft

Schulausbildung für Slumkinder in Guatemala-Stadt

Die zentrale Müllkippe der guatemaltekischen Hauptstadt Guatemala City dient nicht nur der Entsorgung von Abfällen, sondern ist gleichzeitig die Lebensgrundlage einer großen Zahl von Familien, die in den Slums in unmittelbarer Nähe wohnen. Die sogenannten „Guajeros“ sammeln hier wiederverwertbare Gegenstände, um diese an lokale Recyclinganlagen zu verkaufen. Statt zur Schule zu gehen, müssen viele der Kinder die Eltern bereits in sehr jungem Alter bei der Arbeit unterstützen. Gleichzeitig bilden Armut und Perspektivlosigkeit einen idealen Nährboden für Gewalt und Drogenmissbrauch. Schulbildung schafft diesen Kindern eine Perspektive und einen Weg aus der Armut.

Hintergrund

Besonders betroffen sind Maya-Familien, die aus ländlichen Gebieten in die Stadt ziehen, um dort Arbeit zu suchen. Aufgrund ihrer mangelnden Bildung finden viele nur im informellen Sektor Arbeit, wie beispielsweise als Müllsammler. Die meisten Familien sind so arm, dass sie ihren Kindern nicht nur keine Schulbildung finanzieren können, sondern auch auf ihre Hilfe bei der Arbeit im informellen Sektor angewiesen sind.

Die gute Tat

Bildung bietet den Kindern und Jugendlichen einen Ausweg aus dem Kreislauf von Armut, Kriminalität und Gewalt – wichtiger noch, sie schafft außerdem eine Perspektive und Hoffnung in einem oft scheinbar hoffnungslosen Umfeld. Durch die Übernahme der Gebühren und die Bereitstellung von Schulmaterialien und Uniformen ermöglicht das Projekt mehr als 550 Kindern die Teilnahme am Unterricht guatemaltekischer Schulen. Die Schulkinder erhalten zudem täglich eine warme Mahlzeit, Unterstützung bei ihren Hausaufgaben und medizinische Versorgung. Zusatzprogramme wie Musik, Sport- und Computerunterricht fördern Kreativität und schaffen gleichzeitig einen sicheren Rahmen für soziale Kontakte inmitten eines von Kriminalität und Drogenmissbrauch geprägten Teils der Stadt. Langfristig sollen die Kinder würdig und sicher der Armut entkommen.

Herausforderung

Die weitverbreiteten Jugendgangs („Maras“) mit ihren aggressiven Rekrutierungsmaßnahmen, Drogenkonsum und häufige Teenager-Schwangerschaften erschweren die Arbeit des Projekts. Aus diesem Grund wurden im Zuge des Projektes auch ein Gewaltpräventionsprogramm sowie ein verpflichtendes Gesundheitsprogramm eingeführt.

Primäres Ziel des Projektes ist es, möglichst vielen Kinder einen Schulabschluss und damit eine anschließende Ausbildung (praktisch oder universitär) zu ermöglichen. Weitere Ziele beinhalten eine verbesserte Gesundheit, einen stärkeren Zusammenhalt in der lokalen Gemeinschaft und damit eine geringere Neigung zur Bandenkriminalität.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Bildungs- und berufliche Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche in Guatemala
Camino Seguro finanziert die Schulgebühren und betreut die Kinder außerhalb der Schule
Anzahl an Schülern, die durch Übernahme der Schulgebühren eine öffentliche Schule besuchen konnten
Messbarer Anstieg der Anzahl an Schülern mit Schulabschluss
Sinken der Analphabetenrate, möglichst hoher Bildungsstand und bessere Berufschancen.
Positive Auswirkung auf die Demokratisierung der Zivilgesellschaft.

 

Organisation
Camino Seguro e.V. (Safe Passage)
Vereinsregister-Nr.
14182 / Amtsgericht Köln
Zertifiziert durch