Tag 13
90 Stunden Licht f├╝r eine Geburtsklinik in Sierra Leone

Das Licht der Welt erblicken Das Licht der Welt erblicken

Claudia (@ClaudisWelt_) pr├Ąsentiert ihr Lieblingsprojekt im Video

Sicherheit f├╝r Mutter und Kind durch bessere Infrastruktur

Manchmal ist Einfallsreichtum gefragt. Hebamme Agnes und ihr Klinikpersonal sind Fachleute auf diesem Gebiet. So werden Taschenlampen zur Lichtquelle f├╝r zahlreiche Geburten. Schon einige Zeit geht das so. Seit die Solaranlage der Klinik in Bo bei einem Blitzeinschlag zerst├Ârt wurde, gibt es keinen Strom. Geld f├╝r eine neue Anlage ist nicht da - und Neugeborene k├╝mmern sich nicht um Tages- und Nachtzeiten. Aber das ist kein Grund, den Mut zu verlieren. Gesundes Kindergeschrei und das ersch├Âpfte, aber gl├╝ckliche L├Ącheln der M├╝tter sind die Best├Ątigung f├╝r Agnes und ihr Team. Gemeinsam tun sie alles, um eine sichere Atmosph├Ąre f├╝r die Frauen und ihre Kinder zu schaffen. Doch nat├╝rlich wei├č man hier, dass dies kein Dauerzustand sein kann. Denn die Dunkelheit verunsichert die werdenden M├╝tter und erschwert die medizinische Arbeit. Agnes hofft, dass ihr Wunsch bald Wirklichkeit wird: Genug Geld zu haben, um die Stromversorgung f├╝r die M.M. Maternity Clinic zu sichern.

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Notwendigkeit

 

Sichere Strom- und Wasserversorgung, Zugang zu notwendigen Medikamenten und fachgerechte Geburtshilfe f├╝r Schwangere in der Region um die Stadt Bo

Aktivit├Ąt

 

Solaranlagen werden angebracht, die Klinik an die Wasserversorgung angeschlossen und mit Anbauten mehr Platz f├╝r den erh├Âhten Bedarf geschaffen

Z├Ąhlbare Leistung

 

Anzahl der Stunden, in denen Licht, Strom f├╝r alle Ger├Ąte und Wasserversorgung zur Verf├╝gung steht

Ergebnis

 

Geburten werden durch ausreichend Licht, Wasser, gek├╝hlte Medikamente und Ultraschalluntersuchungen f├╝r Mutter und Kind sicherer

Systemrelevante Wirkung

 

Die Menschen der Region um Bo k├Ânnen auf eine hochwertige Gesundheitsversorgung w├Ąhrend Schwangerschaft und Geburt z├Ąhlen. Kindersterblichkeit bei der Geburt geht in dieser Region zur├╝ck

Hintergrund

Bo ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts und der Southern Province in Sierra Leone. In der Stadt leben laut einer Sch├Ątzung von 2017 rund 233.000 Menschen. Damit ist Bo die drittgr├Â├čte Stadt im Land. Seit 2003 steht hier die M.M. Maternity Clinic. Sie wird mittlerweile in zweiter Generation von Hebamme Agnes Kallon gef├╝hrt. Die Klinik ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Bo: Da es im Umkreis nur wenige Krankenh├Ąuser gibt, versorgen Agnes und ihr Personal auch mal den ein oder anderen Beinbruch. J├Ąhrlich werden im Durchschnitt 160 Geburten durchgef├╝hrt. Auch viele werdende M├╝tter aus D├Ârfern der Umgebung suchen die Klinik auf. Die Arbeit wird jedoch durch die fehlende Strom- und Wasserversorgung erschwert. Die Geburten m├╝ssen bei Dunkelheit notd├╝rftig mitTaschenlampen durchgef├╝hrt werden. Ebenso kann kein Ultraschallger├Ąt betrieben werden, weshalb die Untersuchungen oft ungenau sind. Impfstoffe k├Ânnen nicht gek├╝hlt gelagert werden. Die einzige Wasserversorgung ist ├╝ber einen Ziehbrunnen im Au├čenbereich der Klinik. Diese spezifischen Probleme sind auch ein Ergebnis des B├╝rgerkriegs, welcher von1991 bis 2002 anhielt. Als Folge dessen betreffen Armut, fehlender Zugang zu sauberem Wasser und Toiletten sowie schlechte medizinische Versorgung einen gro├čen Teil der Bev├Âlkerung (UNICEF, 2018). Auch wenn in den letzten Jahren Fortschritte gemacht wurden, reichen die staatlichen Ressourcen nicht aus, um die Probleme zu bek├Ąmpfen und allen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung zu sichern (World Bank, 2021). Im Gegensatz dazu k├Ânnten die Probleme der Klinik in Bo relativ schnell gel├Âst werden.

Die gute Tat

Die gute Tat finanziert einen sicheren Start ins Leben. Dank der neuen Solaranlage werden die Neugeborenen wortw├Ârtlich das Licht der Welt erblicken. Mutter und Kind werden besser w├Ąhrend der Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge betreut: Die verbesserte Diagnostik mit einem Ultraschallger├Ąt hilft, Probleme fr├╝hzeitig zu erkennen. Wichtige Medikamente und Impfstoffe k├Ânnen gek├╝hlt und direkt in der Klinik gelagert werden. Neben dem Aufbau der Stromversorgung sind weitere Bauma├čnahmen geplant. Allen voran wird der Brunnen modernisiert und die Klinik an die Wasserversorgung angeschlossen. Neue Anbauten bieten den M├╝ttern und ihren Familien mehr Platz und Privatsph├Ąre. Um die Nachhaltigkeit der Ma├čnahmen zu gew├Ąhrleisten, wird die Klinik in die Lage versetzt, sich langfristig selbst zu finanzieren. Hierzu wird eine Apotheke aufgebaut, die zus├Ątzliche Einnahmen generiert. Ab jetzt muss keine Geburt mehr im Dunkeln stattfinden. Mutter und Kind k├Ânnen sicher ihr gemeinsames Leben beginnen.

Bo

├ťber Sierra Leone

Freetown

Freetown

Hauptstadt

8,141,343

8,141,343

Einwohnerzahl

515.9

515.9

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

Rang 181 von 191

Rang 181 von 191

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Ein Wahrzeichen von Sierra Leone ist der ÔÇťCotton TreeÔÇŁ. Der mehr als 230 Jahre alte Baum steht wenige hundert Meter von der K├╝ste entfernt in der Hauptstadt Freetown. Der Baum war ein Symbol der Hoffnung f├╝r die ersten Menschen, die im Jahr 1792 das Land vom Meer aus erreichten.