Tag 24
Eine Ration Obst und Gemüse für einen Orang-Utan auf Borneo

Wilder Obstsalat

Starthilfe für Orang-Utan-Waisen auf Borneo

Der Regenwald auf Borneo ist eine der weltweit kostbarsten natürlichen Ressourcen. Er zählt zu den ältesten und unberührtesten Wäldern der Welt. Allein auf Borneo leben über 1.600 verschiedene Säugetier-, Vögel-, Amphibien- und Fischarten (WWF, 2019). Doch der Druck auf die Wälder wächst und diese Flächen schrumpfen immer mehr. Hauptursache sind Palmplantagen und die Nachfrage nach Palmöl für Biodiesel, Schokoriegel und Putzmittel. Zudem werden Tiere, die akut vom Aussterben bedroht sind und in den Wäldern leben, oft als Trophäen gejagt, gefangen und als Statussymbole weltweit illegal gehandelt. Besonders begehrt: Orang-Utan-Affen. Eigentlich haben die Orang-Utans keine natürlichen Feinde auf Borneo. Doch der Mensch zerstört den natürlichen Lebensraum und zwingt die Tiere auf der Suche nach Nahrung immer wieder in menschliche Nähe. Die daraus entstehenden Konflikte enden häufig mit dem Tod erwachsener Orang-Utans. Ihre Babys bleiben verlassen zurück und die Überlebenschancen für die kleinen Tiere sind gering. Mehrere Rettungszentren kümmern sich um die Tiere: Sie werden medizinisch versorgt, gepflegt und nach jahrelanger Rehabilitation in sichere Regenwaldgebiete ausgewildert. Für diese Reise benötigen die Tiere jedoch eine Menge Obst und Gemüse, um groß und stark zu werden.

Notwendigkeit

 

Obst und Gemüse für vom Aussterben bedrohte Borneo Orang-Utans in Indonesien.

Aktivität

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BOS Foundation kaufen Obst und Gemüse als Nahrungsmittel für Orang-Utans in den Rettungszentren.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der ausgegebenen Obst- und Gemüserationen für Orang-Utans in den BOS Rettungszentren.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Orang-Utans werden mit gesunder Nahrung versorgt und können sich so entwickeln, dass sie eines Tages in die Wildnis zurückzukehren können.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Orang-Utans werden in geschützte und intakte Waldgebiete ausgewildert und können in Freiheit leben und neue Populationen gründen.

Hintergrund

Die Zahl der Orang-Utans geht drastisch zurück. Allein zwischen 1999 und 2015 verschwanden mehr als 100.000 Tiere (Voigt et al. 2018). Grund für die Weltnaturschutzunion (IUCN), den Borneo-Orang-Utan 2016 auf ihrer Roten Liste als „akut vom Aussterben bedrohte Tierart“ hochzustufen (Ancrenaz et al. 2016). Hauptgrund für diese dramatische Entwicklung ist die Abholzung des Regenwaldes, der heute den Lebensraum für die noch verbleibenden knapp 54.000 Orang-Utans bildet. Von 1973 bis 2010 dezimierte sich der Bestand um 56%. Vom ehemaligen Habitat sind 39% unwiderruflich verschwunden. Das entspricht einer Fläche größer als Portugal. Der Regenwald wird für Palmölplantagen, Holz und Bergbau gerodet. Allein die Größe der Plantagen wuchs von 6.000 km² 1985 auf 140.000 km² im Jahr 2015 an (WWF 2017). Orang-Utans leben nicht in größeren Sozialverbänden. Lediglich Mutter und Kind bleiben bis zu acht Jahre zusammen. Wenn Mutter und Kind getrennt werden, verursacht das einen dramatischen Einschnitt in die Entwicklung der Babys. Ein Orang-Utan-Baby wird so leicht zum Opfer von Tierhändlern. Viele der Tiere werden auf dem Schwarzmarkt verkauft und privat als Haustier gehalten, obwohl deren Haltung, Verkauf oder Tötung in Indonesien streng verboten sind (White, Lanjouw, and Rainer 2015; Voigt et al. 2018).

Die gute Tat

Mit Deiner Spende ermöglichst Du die Versorgung von Orang-Utan Waisen mit Obst und Gemüserationen. In den Rettungszentren der Organisation BOS werden die verwaisten Orang-Utan-Babys aufgenommen und in einem mehrstufigen Rehabilitationsprozess über mehrere Jahre auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet. Dabei werden die Babys von menschlichen Pflegemüttern zunächst im Waldkindergarten betreut. Da sie ihre Mütter verloren haben und nicht mehr gestillt werden können, werden sie neben Soja-Milch auch mit Obst und Gemüse versorgt. In den Rettungsstationen entwickeln die Tiere sämtliche Fähigkeiten, wie zum Beispiel sicher auf Urwaldriesen zu klettern. Nach durchschnittlich acht Jahren Rehabilitationsprozess werden aus den kleinen Babys selbstständige Orang-Utans, die dann mit einem wichtigen Auftrag in die BOS-Naturschutzgebiete ausgewildert werden: den Erhalt ihrer Art zu sichern.

Über Indonesien

Jakarta

Hauptstadt

264.000.000

Einwohnerzahl

10.846

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

Rang 116 von 189

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Indonesien ist der weltweit größte Inselstaat mit ca. 270 Millionen Einwohnern. Das Land führt derzeit in Asien die Liste mit den am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten an.