Tag 17
Ein Jahr Zugang zu Schultoiletten für ein Kind in Tansania

Schultoiletten schaffen Zukunft

Verbesserung der sanitären Versorgung an Schulen

Faith geht gerne zur Schule. Das Lernen fällt ihr leicht und sie freut sich jeden Morgen darauf, ihre Freundinnen in der Klasse zu treffen. Aber seit sie ihre Periode hat, bleibt die 13-Jährige jeden Monat ein paar Tage zuhause. Ohne funktionierende Schultoiletten weiß sie nicht, wie sie den langen Schultag überstehen kann, ohne unangenehme Situationen zu riskieren. Wie Faith geht es vielen Mädchen in Tansania. Das Fehlen von Toiletten und Waschgelegenheiten an der Schule hindert viele Mädchen daran, regelmäßig zur Schule zu gehen. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf ihre Erfolge in der Schule und damit auf ihre Chancen, einen guten Bildungsabschluss zu erreichen. Schultoiletten sind daher für viele Mädchen ein wichtiger Schlüssel zu einer besseren Zukunft, denn sie ermöglichen ihnen, länger und regelmäßig die Schule zu besuchen.

Notwendigkeit

 

Verbesserung der sanitären Einrichtungen für die Kinder der Mramba-Grundschule.

Aktivität

 

Bau von Schultoiletten mit Waschbecken und Durchführung von Hygieneschulungen.

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl der Kinder, die von funktionstüchtigen Toiletten und Waschbecken an der Mramba School profitieren.

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Rückgang von Infektionskrankheiten und Verringerung von Fehlzeiten, insbesondere von Mädchen, an der Schule.

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Verbesserte Bildungs- und Zukunftschancen für Kinder der Mramba Grundschule, insbesondere für Mädchen.

Hintergrund

Im Vergleich zu den Nachbarländern Kenia, Uganda und Ruanda ist die sanitäre Versorgung in Tansania, insbesondere auf dem Land, noch einmal deutlich schlechter. Nach Angaben von UNICEF (2018) verfügt weniger als jeder zehnte Haushalt auf dem Land über eigene sanitäre Einrichtungen. Auch an den meisten Schulen gibt es nicht genügend Toiletten. Die die wenigen vorhandenen erfüllen oft nicht einmal minimale Anforderungen. So fehlen beispielsweise an mehr als der Hälfte der Schulen die Türen an den Mädchentoiletten und an 84 Prozent der tansanischen Schulen gibt es nach UNICEF-Berichten keine funktionierenden Handwaschgelegenheiten. Dies ist auch an der Mramba Grundschule der Fall. Die staatliche Grundschule liegt in Mwanga, einer ländlichen, trockenen Gegend am Fuße der Pare Berge im Nordosten Tansanias. Sie ist eine der wenigen Schulen in dem ostafrikanischen Land, die einen Zweig für gehörlose Kinder hat. Die wenigen an der Schule vorhandenen Toiletten sind äußerst baufällig. Auch hier fehlen Türen und Handwaschgelegenheiten. Weitere Herausforderung: Häufig ist weder Kindern noch den Lehrerinnen und Lehrern klar ist, wie wichtig die Einhaltung von grundlegenden Hygieneregeln für die Gesundheit ist. Aus diesem Grund sterben immer noch viele Kinder an eigentlich vermeidbaren Infektionskrankheiten. Laut UNICEF (2018) lassen sich beispielsweise durch eine Verbesserung der sanitären Versorgung und die Anwendung einfacher Hygieneregeln fast die Hälfte aller Durchfallerkrankungen weltweit vermeiden.

Die gute Tat

Mit der heutigen guten Tat trägst Du zum Bau von neuen Schultoiletten und Waschgelegenheiten an der Mramba-Grundschule bei. Eine Hygieneschulung für alle Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrkräfte schärft außerdem das Bewusstsein für grundlegende Hygieneregeln. Infotafeln mit grafisch gestalteten Anleitungen zum richtigen Händewaschen halten das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Handhygiene an der Schule in Erinnerung und helfen dabei, Infektionskrankheiten zu verringern. Eine gesunde Entwicklung fördert den Lernerfolg der Kinder. Nicht zuletzt eröffnet der Zugang zu Schultoiletten Mädchen bessere Zukunftschancen. So kann auch Faith wieder jeden Tag zur Schule gehen.

Über Tansania

Dodoma

Hauptstadt

57.300.000

Einwohnerzahl

2.655

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

Rang 154 von 189

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Tansania ist mit beeindruckenden Wildtieren, Sansibar und dem schneebedeckten Kilimandscharo eines der Länder auf dem afrikanischen Kontinent mit den meisten Touristen. Der Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas.