Tag 20
Ein Monat Schulgebühren für ein Kind aus den Slums in Guatemala

Bildung als stabiles Fundament für eine demokratische Zivilgesellschaft

Schulausbildung für Slumkinder in Guatemala-Stadt

Die zentrale Müllkippe der guatemaltekischen Hauptstadt Guatemala City dient nicht nur der Entsorgung von Abfällen, sondern ist gleichzeitig die Lebensgrundlage einer großen Zahl von Familien, die in den Slums in unmittelbarer Nähe wohnen. Die sogenannten „Guajeros“ sammeln hier wiederverwertbare Gegenstände, um diese an lokale Recyclinganlagen zu verkaufen. Statt zur Schule zu gehen, müssen viele der Kinder die Eltern bereits in sehr jungem Alter bei der Arbeit unterstützen. Gleichzeitig bilden Armut und Perspektivlosigkeit einen idealen Nährboden für Gewalt und Drogenmissbrauch. Schulbildung schafft diesen Kindern eine Perspektive und einen Weg aus der Armut.

Notwendigkeit

 

Bildungs- und berufliche Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche in Guatemala

Aktivität

 

Camino Seguro finanziert die Schulgebühren und betreut die Kinder außerhalb der Schule

Zählbare Leistung

Nach ca. 12 Monaten

Anzahl an Schülern, die durch Übernahme der Schulgebühren eine öffentliche Schule besuchen konnten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Messbarer Anstieg der Anzahl an Schülern mit Schulabschluss

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Sinken der Analphabetenrate, möglichst hoher Bildungsstand und bessere Berufschancen. Positive Auswirkung auf die Demokratisierung der Zivilgesellschaft.

Hintergrund

Besonders betroffen sind Maya-Familien, die aus ländlichen Gebieten in die Stadt ziehen, um dort Arbeit zu suchen. Aufgrund ihrer mangelnden Bildung finden viele nur im informellen Sektor Arbeit, wie beispielsweise als Müllsammler. Die meisten Familien sind so arm, dass sie ihren Kindern nicht nur keine Schulbildung finanzieren können, sondern auch auf ihre Hilfe bei der Arbeit im informellen Sektor angewiesen sind.

Die gute Tat

Bildung bietet den Kindern und Jugendlichen einen Ausweg aus dem Kreislauf von Armut, Kriminalität und Gewalt – wichtiger noch, sie schafft außerdem eine Perspektive und Hoffnung in einem oft scheinbar hoffnungslosen Umfeld. Durch die Übernahme der Gebühren und die Bereitstellung von Schulmaterialien und Uniformen ermöglicht das Projekt mehr als 550 Kindern die Teilnahme am Unterricht guatemaltekischer Schulen. Die Schulkinder erhalten zudem täglich eine warme Mahlzeit, Unterstützung bei ihren Hausaufgaben und medizinische Versorgung. Zusatzprogramme wie Musik, Sport- und Computerunterricht fördern Kreativität und schaffen gleichzeitig einen sicheren Rahmen für soziale Kontakte inmitten eines von Kriminalität und Drogenmissbrauch geprägten Teils der Stadt. Langfristig sollen die Kinder würdig und sicher der Armut entkommen.

Herausforderung

Die weitverbreiteten Jugendgangs („Maras“) mit ihren aggressiven Rekrutierungsmaßnahmen, Drogenkonsum und häufige Teenager-Schwangerschaften erschweren die Arbeit des Projekts. Aus diesem Grund wurden im Zuge des Projektes auch ein Gewaltpräventionsprogramm sowie ein verpflichtendes Gesundheitsprogramm eingeführt.

Über Guatemala

Guatemala Stadt

Hauptstadt

15806675

Einwohnerzahl

3.477,89 USD

Bruttoinlandsprodukt
pro Kopf pro Jahr

133

Human Development Index
(Index der menschlichen Entwicklung)

Guatemala gehört zu den ärmsten Ländern der Welt

Über die Organisation und weitere Informationen

Organisation

Camino Seguro e.V. (Safe Passage)

Zertifiziert durch

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