Kategorie Icon
TAG 11

Ein sicherer Ort für echte Zukunftspläne

1,25 Stunden Bildung in Sicherheit für Mädchen in Kolumbien

In der Konfliktregion Chocó im Nordwesten Kolumbiens sind Schulen für viele Kinder nur schwer erreichbar. Bewaffnete Gruppen bestimmen den Alltag und schränken die Bewegungsfreiheit ein. Für Mädchen aus abgelegenen Regenwaldgebieten ist der Schulweg deshalb nicht nur weit, sondern auch gefährlich. Deine heutige gute Tat ermöglicht einem indigenen oder afrokolumbianischen Mädchen aus einer einkommensarmen Familie einen geschützten Platz in einem Wohnheim in Istmina. Deine Spende finanziert 1,25 Stunden Bildung in Sicherheit. Dazu gehören Unterkunft, Essen, Schulmaterialien und pädagogische Begleitung. Danke, dass Du Mädchen und junge Frauen dabei unterstützt, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

Schulbesuche für Mädchen durch ein Wohnheim im Regenwald ermöglicht

Deine heutige Spende schenkt einem Mädchen in Kolumbien 1,25 Stunden Bildung und Schutz. Ein Wohnheimplatz in Istmina sorgt für einen geschützten Raum und macht ihr den Schulbesuch überhaupt erst möglich.

Begleite Sirai im Video.

Illustration

DER HINTERGRUND

Illustration Die Region Chocó ist von bewaffneten Konflikten geprägt. Bewaffnete Gruppen schränken die Bewegungsfreiheit der Menschen stark ein.¹ Viele Orte sind nur über Flüsse oder lange Fußwege erreichbar. Für Mädchen kann der tägliche Schulweg deshalb zu weit und gefährlich sein. Gleichzeitig liegt die Analphabetismusrate in Chocó mit rund 10% deutlich über dem kolumbianischen Durchschnitt.²
Illustration
Bewaffnete Gruppen kontrollieren viele Gebiete und rekrutieren auch Kinder. Dadurch können Schulwege gefährlich werden.¹ Hinzu kommen traditionelle Rollenbilder und Armut. Manche Mädchen brechen die Schule früh ab, weil sie gewollt oder ungewollt Mutter werden. Vier von zehn jungen Frauen in ländlichen Gebieten Kolumbiens befinden sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung.³
Das Wohnheim bietet Mädchen einen geschützten Ort und ermöglicht ihnen den Schulbesuch. Sie erhalten dort Unterkunft, Essen und Schulmaterialien. Durch die pädagogische Begleitung lernen sie außerdem ihre Rechte kennen, gewinnen Selbstvertrauen und werden psychosozial gestärkt. Damit hilft das Wohnheim, Bildungshindernisse in Chocó zu überwinden. Die Analphabetismusrate liegt in der Region bei rund 10% und damit über dem Landesdurchschnitt.²
Obwohl es in Chocó viel Gold gibt, werden viele Menschen dadurch nicht reich. Der hohe Goldpreis führt dazu, dass immer mehr Gold illegal abgebaut wird. Dabei gelangt Quecksilber in die Umwelt und in Fische. Das kann die Gesundheit der Menschen gefährden.⁴ Bewaffnete Gruppen kämpfen außerdem um Gebiete und Rohstoffe. Das schränkt die Bewegungsfreiheit ein und erschwert den Zugang zu Bildung zusätzlich.¹ Für Mädchen kann das bedeuten, dass ihr Schulweg zu gefährlich wird.

Testen Sie Ihr Wissen im Quiz!

Teste Dein Wissen im täglichen 24 GUTE TATEN Quiz und teile Deine Ergebnisse mit Deinen Freunden.

Zeig Dein Wissen!

Lade...
...
So haben andere Spender*innen geantwortet
Richtig 0%
Falsch 0%

MENSCHEN UND IHRE GESCHICHTEN

Ein sicherer Ort für echte Zukunftspläne

Ein sicherer Ort für echte Zukunftspläne

Bewaffnete Konflikte erschweren Mädchen in Chocó häufig den Zugang zur Schule.¹ Ein Platz im Wohnheim bietet ihnen Sicherheit, ermöglicht Bildung und stärkt sie darin, eigene Entscheidungen zu treffen.

Chocó im Nordwesten Kolumbiens besitzt eine beeindruckende natürliche Vielfalt. Gleichzeitig gibt es dort große soziale Unterschiede. Bewaffnete Gruppen schränken die Bewegungsfreiheit ein, und viele Orte sind nur über Flüsse erreichbar.¹ Für Mädchen sind Schulen deshalb oft schwer zu erreichen. Die Wege sind weit und in Konfliktgebieten gefährlich.

Vier von zehn jungen Frauen in ländlichen Gebieten Kolumbiens befinden sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung.³ Ein sicherer Schulbesuch kann Mädchen neue Möglichkeiten für ihre Zukunft eröffnen.

Sirai ist 17 Jahre alt und gehört zum indigenen Volk der Embera. Sie erzählt von ihrem Leben vor dem Wohnheim:

"Der Weg zu meiner Schule im Dorf war viel zu weit und wurde immer gefährlicher. Bewaffnete Gruppen nahmen dort oft Kinder mit. Eine Flucht in die Stadt, um zur Schule zu gehen, konnten wir uns nicht leisten, weil das Leben dort zu teuer ist. Im Wohnheim in Istmina bin ich nun sicher. Ich kann endlich jeden Tag zur Schule gehen. Nachmittags basteln wir oft Armbändchen, wie wir es zu Hause auch mit den Frauen machen. Wir sind ja aus verschiedenen Kulturen, aber wir alle tanzen gern. Und so bringe ich zusammen mit anderen Embera-Mädchen unsere Tänze bei und wir lernen afrokolumbianische und Wounaan-Tänze. Das macht Spaß! Unsere Begleiterin macht mit uns viele Projekte, z.B. zum eigenen Körper, Nein-Sagen, Rechte von Kindern und Menschen. Mit ihr zusammen entscheiden wir auch die Regeln unseres Wohnheims - ganz schön schwierig, es allen recht zu machen. Ich lerne im Wohnheim so viel und freue mich, all dieses Wissen mit meiner Familie und meiner Gemeinde zu teilen und ihnen etwas davon zurückzugeben."

Bei dem indigenen Volk der Embera spielt die Bemalung des Körpers zu besonderen kulturellen, spirituellen oder persönlichen Anlässen eine wichtige Rolle. Zum Beispiel, wenn ein Mädchen zum ersten Mal seine Regelblutung bekommt. Erwachsene und Jugendliche schmücken sich mit Motiven aus der Natur. Im Wohnheim werden die Mädchen bestärkt, ihre Traditionen weiter zu praktizieren. Im Video ist zu sehen, wie sie die Farbe aus geriebenen Samen des Jagua-Baums herstellen und sich auf ein Fest vorbereiten.

Deine heutige Spende finanziert für Sirai und andere Mädchen nicht nur Schulunterricht, sondern auch ein Zuhause auf Zeit. Dort können sie sicher lernen, ihre Rechte kennenlernen und eigene Entscheidungen treffen. Dieses Wissen können sie später mit ihren Familien und Gemeinden teilen.

Spiel & Spaß

Erfahre spielerisch mehr über den Schulweg und das Gemeinschaftsleben im Wohnheim in Kolumbien.
Spiel
Knüpfe dein eigenes Armband!

Knüpfe dein eigenes Armband!

Im Chocó leben viele indigene Gemeinschaften, die seit Generationen wunderschönen Schmuck herstellen – aus Perlen, Samen, Fasern und bunten Fäden. Der Schmuck wird zu Festen getragen, hat oft eine besondere Bedeutung und wird auch verkauft, um zum Einkommen von Familien beizutragen. Leider wurde die Kultur der indigenen Völker ab der Kolonialzeit oft nicht respektiert und ihr Wissen und Handwerk lange nicht wertgeschätzt. Heute ist es wichtig, dass ihre Traditionen sichtbar bleiben und die Menschen für ihre Arbeit fair bezahlt werden. Wir wollen diese Handwerkskunst würdigen und zeigen dir heute eine ganz einfache Technik, mit der du dein eigenes buntes Armband knüpfen kannst!

Das brauchst du:

  • Mehrere bunte, gleichdicke Fäden (z. B. Stickgarn oder Wolle), am besten 4-6 Fäden in verschiedenen Farben
  • Eine Schere
  • Etwas Tesafilm oder eine Sicherheitsnadel, um die Fäden festzuhalten
  • Ein Kissen oder ein Klemmbrett

So geht's:

  1. Schneide alle Fäden etwa 60 cm lang zu. Lege sie nebeneinander und verknote sie am oberen Ende alle zusammen zu einem festen Knoten.
  2. Befestige den Knoten mit Tesafilm auf dem Tisch oder stecke ihn mit einer Sicherheitsnadel an ein Kissen fest – so kannst du die Fäden schön straff halten, während du knüpfst.
  3. Überlege dir, in welcher Reihenfolge deine Farben später als Streifen erscheinen sollen, und lege die Fäden entsprechend nebeneinander.
  4. Jetzt geht's ans Knüpfen: Nimm den Faden ganz links (nennen wir ihn “Knüpffaden”) und lege ihn locker über seinen rechten Nachbarfaden, so dassinks vom Nachbarfaden eine kleine Schlaufe entsteht. Fädle nun das Ende des Knüpffadens nach hinten und durch die kleine Schlaufe wieder nach vorne. Zieh den Faden vorsichtig fest, sodass sich ein kleiner Knoten bildet.
  5. Wiederhole diesen Knoten (also Schritt 4) noch einmal mit den selben beiden Fäden – ein Knüpfknoten besteht immer aus zwei einzelnen Knoten übereinander. Jetzt liegt dein ehemals rechter Nachbarfaden links vom Knüpffaden und wir brauchen ihn erstmal nicht mehr. Stattdessen ist nun der nächste Faden, der jetzt rechts vom Knüpffaden liegt, dein neuer rechter Nachbarfaden.
  6. Wiederhole Schritt 4 und 5. So wanderst du mit dem Knüpffaden immer weiter nach rechts, bis du bei jedem Faden zweimal geknotet hast. Dann beginnst du wieder ganz links – so wächst dein Armband Reihe für Reihe.
  7. Knüpfe so lange weiter, bis dein Armband lang genug ist, um es locker um dein Handgelenk zu legen.
  8. Zum Schluss verknotest du alle Fäden am Ende noch einmal fest zusammen. Du kannst die Enden auch kurz flechten, bevor du sie verknotest – dann sieht es besonders hübsch aus. Fertig ist dein selbst geknüpftes Armband!

KURZ ZUSAMMEN­GEFASST

DAS PROBLEM

Aufgrund bewaffneter Konflikte und großer Armut ist der Schulzugang für Mädchen in entlegenen Regionen Kolumbiens oft gefährlich oder unmöglich, was ihre Zukunftsaussichten stark einschränkt.

DIE LÖSUNG

Die heutige gute Tat ermöglicht es, dass ein Mädchen aus einer entlegenen Region im Wohnheim in der Stadt Istmina wohnen kann, um sicher zur Schule zu gehen und pädagogisch begleitet zu werden.

DIE WIRKUNG

Die Mädchen erhalten Schutz vor Gewalt, erwerben einen Schulabschluss und entwickeln sich zu selbstbestimmten Frauen, die ihre Zukunft aktiv mitgestalten können.

Ihr seid spitze!
Mit der aktuellen Spendensumme konnten bereits
0
Stunden Bildung und Schutz für Mädchen in Kolumbien finanziert werden.
Events

Und jetzt Du!

Möchtest Du Dich selbst engagieren? Ehrenamtliche Unterstützung ist in vielen Bereichen möglich – auch von zu Hause aus.

Ehrenamtlich mitmachen
Informationen über ehrenamtliches Engagement und die Menschen hinter der Projektarbeit.

ÜBER DIE OR­GA­NI­SA­TI­ON UND WEI­TE­RE IN­FOS

Organisation

CASA HOGAR Deutschland e.V.

Transparenz

Quellen und weiterführende Links

  • ¹ ACAPS 2025. Colombia: Confinement and Mobility Restrictions in Caquetá, Cauca and Chocó. ACAPS.
  • ² Muñoz, L. M. 2020. From the Ground: Quality Education. Chocó. Colombia. SDG4. Global Citizenship CMF-PROCLADE.
  • ³ OECD 2023. Gender Equality in Colombia: Towards a Better Sharing of Paid and Unpaid Work. OECD Publishing, Paris.
  • ⁴ Palacios-Torres, Y., K. Caballero-Gallardo & J. Olivero-Verbel 2018. Mercury Pollution by Gold Mining in a Global Biodiversity Hotspot, the Chocó Biogeographic Region, Colombia. Chemosphere 193, 421–430.