Flug in die Freiheit

Rettung gewilderter Graupapageien in Kamerun

Die Graupapageien im Dschungel Kameruns lieben Fruchtbäume. Doch oft werden die Leckereien für die Tiere zur tödlichen Falle: Wilderer hängen Leimruten in die Äste. Landet ein Schwarm, um dort zu fressen, bleiben die Vögel kleben. Die Tierfänger pflücken sie buchstäblich von den Bäumen und stecken sie in dunkle Kisten. In ihrer Panik beißen sich manche Papageien sogar ihre eigenen Füße ab. Die gewilderten Papageien sollen um die halbe Welt geschickt und für viel Geld verkauft werden. Doch manchmal haben sie Glück im Unglück: Dann entdeckt der Zoll die Papageien rechtzeitig und bringt sie in die Auffangstation „Limbe Wildlife Center“ im Süden des Landes. Die beschlagnahmten Graupapageien befinden sich meist in elendem Zustand. Verletzt, die Federn ausgerissen, abgeschnitten oder vom Leim verklebt. Nun ist das Team der Station gefordert, Tierärzte und Pfleger versorgen die verletzten Tiere. Das Ziel: Nach der langwierigen Genesungsprozedur werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

Hintergrund

Illegaler Handel mit bedrohten Wildtieren ist mittlerweile – nach Drogen und Waffen – einer der größten Schwarzmärkte weltweit. Besonders beliebt bei Schmugglern sind afrikanische Graupapageien. Zum Verhängnis wird den intelligenten Vögeln ihre Faszination, die sie auf den Menschen ausüben. Die Gewinnmargen sind beträchtlich: Drei Dollar pro Papagei verdient ein Tierfänger in Kamerun – etwa 1000 Dollar erzielt ein Papagei auf dem internationalen Schwarzmarkt. Graupapageien sind vom Aussterben bedroht.

Die gute Tat

Im von Pro Wildlife unterstützten Limbe Wildlife Center in Kamerun werden die schwer verletzten Graupapageien geheilt und versorgt. Die Versorgung verletzter Papageien ist aufwendig: Jeder Einzelne muss auf Krankheiten und Flugfähigkeit untersucht werden. Alle Tiere erhalten Antibiotika gegen die Papageienkrankheit. Da die Vögel keine Kapseln schlucken können, zerbrechen die Mitarbeiter täglich hunderte von Antibiotikakapseln und mischen das Pulver ins Wasser.

Herausforderung

Da der Leim, der zum Fangen der Tiere verwendet wird, aus den Flügeln nicht entfernt werden kann, müssen die Pfleger den Papageien verklebte Federn unter Vollnarkose ausrupfen. Erst wenn nach etwa drei bis fünf Monaten die Federn nachgewachsen sind, können die Tiere wieder ausgewildert werden.





Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Versorgung und medizinische Pflege für verletzte Graupapageien.
Im Limbe Wildlife Center werden schwer verletzte Graupapageien untergebracht, medizinisch versorgt und gesund gepflegt.
Anzahl der Graupapageien die wieder ausgewildert werden können.
Die Population der in Kamerun lebenden Graupapageien wird erhalten bzw. erhöht.
Das Aussterben der in dieser Region nur noch 4.848 Exemplare in freier Wildbahn lebenden Graupapageien (Stand: 2013) wird verhindert.

 

Organisation
Pro Wildlife e.V.
Vereinsregister-Nr.
VR 16423
Zertifiziert durch
Initiative für Transparente Zivilgesellschaft
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Kontakt
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Initiative Transparente Zivilgesellschaft