Undercover-Ermittlungen gegen Zwangsprostitution in Indien.

Menschenhandel und Zwangsprostitution in Indien

Im Alter von 15 Jahren wird Salila verschleppt, verkauft und zur Prostitution gezwungen. Um ihren Eltern zu helfen, die kaum über die Runden kommen, nimmt Salila das Jobangebot des fremden Mannes an. Zu spät merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Sie ist Opfer eines Menschenhändlers geworden, der sie an einen Bordellbesitzer verkauft hat. Von nun an wird sie jeden Tag mehrfach vergewaltigt. Verdeckte Ermittler von IJM werden auf Salila aufmerksam. Zusammen mit der lokalen Polizei befreien sie das Mädchen in einer riskanten Rettungsaktion. In einer Nachsorge-Einrichtung kann sich Salila langsam von den traumatischen Erlebnissen erholen. Heute verkauft Salila handgefertigte Waren, wohnt in einem kleinen Appartement und verfügt sogar über ein eigenes Bankkonto. Sie ist frei.

Hintergrund

In Indien leben geschätzte 13.956.010 Menschen in Sklaverei (Global Slavery Index 2013).

Die gute Tat

IJM beschäftigt Ermittler, Anwälte und Sozialarbeiter, die in enger Zusammenarbeit mit nationalen und lokalen Behörden in den Partnerländern Einzelfälle bearbeiten. Dabei werden individuelle Fälle von Menschenrechtsverletzungen ermittelt und strafrechtlich verfolgt. IJM versucht, auf Schwachstellen in den jeweiligen Justizsystemen hinzuweisen, um eine langfristige Veränderung der Menschenrechtssituation in den Partnerländern zu erreichen. In jedem Bereich der Fallarbeit hat IJM die folgenden vier Ziele: 1. Befreiung der Opfer, 2. Strafrechtliche Verfolgung der Täter, 3. Nachbetreuung der Opfer, 4. Strukturelle Veränderung des Rechtssystems.

Durch ein von der Gates Foundation finanziertes Evaluationsprojekt konnte eben diese Auswirkung unserer Arbeit belegt werden: Nach 5 Jahren Einzelfallarbeit auf der Insel Cebu, Philippinen sank die Verfügbarkeit von Minderjährigen in der Prostitution um 79%. Ein Verlagerungseffekt war nicht erkennbar. Weitere Infos: bit.ly/1qgJ83S

Herausforderung

IJM ist auf die Kooperation mit den Behörden der Partnerländer angewiesen. Denn im Mittelpunkt steht die Durchsetzung nationaler Gesetze – die sich das jeweilige Land selbst gegeben hat – vor nationalen Gerichten. Wir arbeiten deshalb nur mit Kenntnis und in Abstimmung mit der Staatsregierungen. IJM achtet die staatliche Justizhoheit und legt großen Wert darauf, politisch neutral zu bleiben.

Langfristiges Ziel der Arbeit ist es, das lokale Rechtssystem zu stärken, dass es den Armen Schutz vor Gewalt bietet.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Kinder und Frauen werden gewaltsam zur Prostitution gezwungen.
Aufgrund von Hinweisen oder eigenen Recherchen ermitteln wir Fälle von Menschhandel, Zwangsprostitution, Sklaverei und anderen Formen gewaltsamer Unterdrückung.
Anzahl der Ermittlungen, die durch die Spende realisiert werden konnten
Messbarer Rückgang der Kinder, die für Zwangsprostitution verfügbar sind
Das nationale Rechtssystem bietet effizienten und verlässlichen Schutz auch für die Armen vor gewaltsamer Unterdrückung, insbesondere vor Zwangsprostitution.