„Kein Geld haben ist doof!“

Kinderarmut in Deutschland

Hinter Deutschlands Kinderzimmertüren sieht es manchmal bedrückend aus. Da liegen nur Matratzen, wo Kinderbetten stehen sollten, von Spielzeug keine Spur. Kinder sind die ersten, die es zu spüren bekommen, wenn das Abenteuer Familie durch Engpässe oder tiefe Täler führt durch Trennung, Krankheiten, Umzüge und vieles mehr.

Hintergrund

Das Deutsche Kinderhilfswerk (01.01.2014) gibt an, dass aktuell 2,8 Mio. Kinder und Jugendliche in Deutschland von Armut betroffen sind. In dem vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (März 2013) wird die Situation folgendermaßen sehr treffend beschrieben: „Die besonderen Lebenslagen bei Familien mit Kindern, wie die fehlende oder zu geringe Erwerbsbeteiligung der Eltern aufgrund mangelnder Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder oder Krisen wie Trennung und Scheidung führen Familien häufiger zu einem relativ geringen Einkommen. Beim Zusammenkommen verschiedener Faktoren können sich Armutsrisiken in den verschiedenen Lebenslagen gegenseitig verstärken und es wird schwieriger, die Situation zu überwinden. Überdurchschnittlich oft betroffen von Armutsrisiken sind Alleinerziehende und deren Kinder sowie Familien mit Migrationshintergrund.“ Aber nicht nur Geld, sondern auch Wissen wird benötigt. Der deutsche Sozialstaat bietet Unterstützungsleistungen vielerlei Art. Doch immer häufiger finden sich die Betroffenen im bürokratisierten System nicht zurecht. Vielen Eltern, vor allem wenn sie sich in Krisensituationen befinden, fehlt auch die Kraft und Energie, um sich Hilfe von Außen zu holen.

Die gute Tat

Durch unbürokratische, individuelle und effiziente Hilfe werden Kinder von in akute Not geratenen Familien durch fachlich begleitete Geldpatenschaften übergangsweise für ein Jahr unterstützt. Das Geld der Paten wird nicht einfach auf das Konto der Familie überwiesen. Vielmehr wird in Beratungsgesprächen ermittelt, was die Kinder besonders dringend brauchen und wie weitere Hilfe – Ausbildung, Sprachkurse, Kinderbetreuung – aussehen könnte. Die nachhaltige positive Wirkung von Wellcome-Patenschaften für Familien in Not basiert auf dem Erfolgsdreieck aus materieller Hilfe, Beratung und Vernetzung. Familien können durch die unerwartete Unterstützung wieder Mut fassen und sich gesehen und gestärkt fühlen.

Die Windeln stehen symbolisch für die Investitionen der Familien in materielle Dinge, die sie für ihren Nachwuchs benötigen.

Herausforderung

Im Wachstum liegt auch das Risiko: Bisher wurden 100 % des Patengeldes direkt an die Familien weitergeleitet. Um ein stabiles Finanzierungskonzept zu entwickeln, musste das System 2013 umgestellt werden. 10 % des Patengeldes werden für die Projektkoordinierung, Patenpflege und das Matching verwendet. Nichtsdestotrotz werden 100 % der 24guteTaten Spende an die Familien weitergeleitet.

Durch die mit der fachlich begleiteten Patenschaft verbundene Beratung und Vernetzung in das Hilfesystem erfolgt Hilfe zur Selbsthilfe, sodass die Familie die akute Krise gestärkt bewältigen kann.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Versorgung für arme Kinder in Deutschland
Die lokale Fachkraft spricht mit der Familie in Not über den Bedarf der Kinder und übergibt der Familie Gutscheine, um die im Antrag beschriebenen Produkte zu kaufen.
Anzahl der Kinder, die durch das Projekt unterstützt werden konnten
Messbare Reduzierung finanzieller Engpässe für Familien in Not
Erhöhung des Selbstwertes der Kinder durch angemessene Ausstattung und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe; insgesamt Stabilisierung der Familiensituation, so dass die Familie neue Perspektiven entwickelt, die sie von äußerer Hilfe unabhängig macht.

 

Initiative Transparente ZivilgesellschaftPHINEO damit Engagement wirkt