Der Auswahlprozess für den Adventskalender

Durch eine sorgfältige Auswahl der Hilfsorganisationen stellen wir sicher, dass Ihre Spende einen konkreten Effekt hat. Die Auswahl nachhaltiger, wirksamer und zugleich transparenter Projekte ist eine der Kernaufgabe des Vereins und besteht aus folgenden Schritten:

 

Ausschreibung & Bewerbung

Auswahlverfahren

Prüfung durch Expertenjury

Kooperationsvertrag

Die 24 Projekte für den Kalender werden jedes Jahr neu ausgewählt. Bewerben können sich alle Organisationen, die in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind. Unsere Onlinebewerbung ermöglicht uns einen stichhaltigen Einblick in die Zielsetzung, Erfahrung und Professionalität der Organisationen. 2017 wurden 126 Bewerbungen eingereicht.  

 

 

 

 

Zentrale Auswahlkriterien sind Transparenz, Wirkungsorientierung und eine schlüssige Projektkonzeption. Nach einer Vorauswahl führt der Verein ein persönliches Telefoninterview mit den 32 in die engere Auswahl gekommenen Organisationen und wählt die 24 finalen Projekte aus.  

 

Als letzte Instanz wird die Auswahl mit einem unabhängigen Beirat beraten. Der Beirat setzt sich aus Experten für unsere vier Förderbereiche: Umwelt & Naturschutz, Bildung, Gesundheit und Ernährung zusammen. Die Projekte müssen dem prüfenden Blick der Experten auf Relevanz, Effizienz und Wirksamkeit hin standhalten.  

 

Zuletzt schließt 24guteTaten mit jeder Organisation einen Vertrag über die genaue Umsetzung der guten Tat.

Mit dem Vertrag verpflichten sich alle Organisationen, ihren Projektverlauf durch Berichte, Belege und Bilder für 24guteTaten zu dokumentieren.

 

Wie kann man die Wirksamkeit und Qualität der guten Taten beurteilen?

Ganz konkret prüfen wir bei den Bewerbungen, ob die jeweilige Organisation:

  • ihre Zielgruppe klar identifizieren kann
  • die Bedürfnisse der Zielgruppe erkennt
  • deutlich machen kann, wie die gute Tat mittel und langfristig zu einer positiven Veränderung beitragen kann.

Wir fordern die Bewerber auf, ihre Projekte anhand einer Wirkungsketten-Logik zu beschreiben (siehe Grafik). Dadurch können wir sehen, ob die Organisationen Erfolgsindikatoren gewählt haben und ob sich ihr Projekt in eine langfristige Strategie einbettet.

Notwendigkeit Aktivität Leistung (Output) Ergebnis (Outcome) Systemrelevante Wirkung (Impact)
Ernährung und Bildung für Kinder in Kenia. Lokale NGO kauft Nahrungsmittel und bereitet tägliche Mahlzeiten für Schüler zu. Anzahl der Mahlzeiten, die an Schulkinder ausgeteilt werden. Im Vergleich zum Vorjahr wird erwartet, dass durch die Maßnahme 30 Schüler mehr ihren Abschluss schaffen. Verbesserte Bildungschancen für die Schulkinder

 

Woran kann man zuverlässige und vertrauenswürdige Partnerorganisationen erkennen?

Bei der Prüfung der Partnerorganisationen haben wir drei Schwerpunkte gesetzt:

Transparenz:

Die Organisation sollte auf Ihrer Webseite transparent über ihre Ziele, ihre Aktivitäten und deren Wirkung berichten und offenlegen, wie sie Spendengelder verwendet.

Nachhaltigkeit:

Die Organisation soll in ihrer Arbeit neutral sein, d.h. sie soll Menschen unabhängig von ihrer Nationalität, Religion, ethnischer Herkunft, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung helfen. 24guteTaten fördert zudem gezielt Organisationen, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten und ihre Projekte in eine langfristige Strategie einbetten.

Qualität:

Eine offizielle Registrierung als gemeinnützige Organisation ist Grundvoraussetzung für eine Förderung durch den Kalender. Spendensiegel (wie z.B. das DZI Spendensiegel oder das Wirkt-Siegel von PHINEO) und Selbstverpflichtungen zu Transparenz (wie z.B. nach den Kriterien der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, des Deutscher Spendenrats oder den Social Reporting Standards), wirken sich positiv auf die Bewertung der Organisation aus. Der Besitz eines Spendensiegels ist aber keine notwendige Voraussetzung für eine Aufnahme in den Kalender.