Kinder spielen und toben - plötzlich fällt der Kerosinkocher um!

Medizinische Hilfe für Kinder mit Brandverletzungen in Eritrea

Kerosin ist Menschen aus Deutschland als Treibstoff für Flugzeuge bekannt: ein explosiver Stoff. Viele Menschen in armen Ländern nutzen Kerosin zum Kochen. Denn es gibt keinen Strom und Brennholz ist knapp. Rund um die Kochstelle herrscht oft ein reges Treiben. Kinder laufen herum oder sind sogar für das Feuer zuständig. Die Hütten sind eng, die Geräte oft defekt. Eine hektische Bewegung kann genügen, um den Kocher in eine Brandbombe zu verwandeln. Die Opfer - meistens Kinder - erleiden dabei grausame Verletzungen. Werden die Wunden nicht behandelt, sterben viele Kinder oder es kommt zu furchtbaren Entstellungen: Finger, die ineinander verwachsen sind. Arme, die mit dem Oberkörper verschmelzen. Brandverletzungen sind ein grausames Schicksal und viele Kinder sind ohne eine medizinische Behandlung ihr Leben lang gezeichnet.

Hintergrund

Verbrennungen gehören zu den typischen Armutsverletzungen in Entwicklungsländern, denn das Hantieren mit Kerosin oder offenem Feuer gehört zum Alltag der Menschen. Von Unfällen sind vor allen Dingen Frauen und Kinder betroffen. Selbst in gut ausgestatteten Kliniken in Europa ist die Behandlung von Brandverletzungen aufwendig, langwierig und teuer. In vielen Ländern Afrikas, wo es besonders viele und schwere Opfer von Verbrennungen gibt, ist die Versorgungssituation hingegen katastrophal. Bis 2008 gab es auch in Eritrea, einem der ärmsten Länder Afrikas, keine Krankenhäuser und keine Ärzte, die Patienten mit Verbrennungen adäquat behandeln konnten. Die verbrannte Haut wurde einfach mit Asche oder Tierfellen bedeckt, um die Wunden zu trocken. In der Folge kam es zu schlimmen Vernarbungen, die die Patienten unbeweglich machten, sowie zu Infektionen, die auch tödlich endeten. Mithilfe von Spenden hat das HAMMER FORUM in der Hauptstadt Asmara ein Zentrum für Brandverletzte eröffnet. Hier gibt es einen modernen Operationssaal, spezielle Behandlungsbecken, geschultes Personal und Betten für ca. 20 Patienten. Bis heute ist diese Station landesweit das einzige Angebot für Opfer von Verbrennungen. Patienten aus ganz Eritrea reisen in die Hauptstadt Asmara, um sich hier versorgen zu lassen. In Eritrea sind noch immer die Folgen des jahrzehntelangen Krieges mit dem Nachbarland Äthiopien spürbar. Der eritreische Staat unternimmt zwar große Anstrengungen, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Doch ohne die Unterstützung des HAMMER FORUM könnte das kleine Krankenhaus die speziellen Verbände, Medikamente und Operationsmaterialien nicht finanzieren.

Die gute Tat

Das Brandverletztenzentrum in Asmara ist landesweit das Einzige, entsprechend groß ist der Zulauf. Jährlich werden bis zu 8000 Patienten behandelt - 90 % von ihnen sind Kinder. Die Behandlung ist sehr aufwendig: Einfache Verbrennungen werden mit Salbenverbänden abgedeckt. Das sind spezielle Verbände, die nicht mit der verletzten Haut verkleben. Diese Verbände müssen regelmäßig gewechselt werden. Tiefe Verbrennungen heilen nicht von alleine und müssen operiert werden. Dazu werden von gesunden Stellen des Körpers dünne Hautschichten entnommen und auf die verletzten Stellen gelegt, damit sie dort anwachsen. Die Familien der verletzten Kinder stammen häufig aus armen Verhältnissen, sie können eine Behandlung nicht bezahlen. Das HAMMER FORUM möchte diesen Kindern helfen und den Jahresbedarf an Verbänden, Salben und Operationsmaterial spenden.

Herausforderung

Für den eritreischen Staat ist es eine große Herausforderung, die hohen Kosten für das Brandverletztenzentrum auch nur annähernd zu tragen. Das HAMMER FORUM bemüht sich Jahr für Jahr, die Verbrauchsmaterialien zu stellen und das einheimische Personal auszubilden. Den vielen Spendern und ehrenamtlich tätigen Ärzten, die regelmäßig nach Asmara fliegen, ist es zu verdanken, dass seit 2008 verletzte Kinder Hilfe im Brandverletztenzentrum finden.

Ziel

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Medizinische Hilfsgüter für brandverletzte Kinder in Eritrea.
Das HAMMER FORUM stellt dem Brandverletztenzentrum in Asmara einen Jahresbedarf an Verbänden, Salben und Operationsmaterial zur Verfügung.
Der Bedarf an Verbänden, Salben und Operationsmaterial für ca. 8000 Patienten ist gedeckt. Die einheimischen Ärzte und Pfleger können die brandverletzten Kinder behandeln.
Die Rate der Komplikationen (Infektionen, Hautkontrakturen) und die Anzahl der tödlichen Ausgänge bei Brandverletzungen in Eritrea verringert sich.
Verbesserte medizinische Infrastruktur für brandverletzte Kinder in Eritrea. Die Ärzte und Pfleger werden vor Ort ausgebildet.

 

Organisation
HAMMER FORUM e.V.
Vereinsregister-Nr.
VR 1112 Hamm
Zertifiziert durch
DZI Spenden-Siegel
Weiterführende Links
Kontakt
Haben Sie weitere Fragen zu dem Projekt? Dann wenden Sie sich gerne an unsere 24guteTaten Ansprechpartnerin Ulrike Broich broich@hammer-forum.deoder stellen Sie Ihre Frage auf unserer Facebook Seite: www.facebook.com/24guteTaten
DZI Spenden-Siegel