Schutz und Geborgenheit für traumatisierte Straßenkinder

Der zehnjährige Teerakarn Chaokoraj, kurz Em genannt, verbrachte die ersten Jahre seines Lebens bei seiner Großmutter. Nach ihrem Tod nahm sein Leben eine dramatische Wende. Er musste bei seiner Mutter in einer Ruine in Pattaya leben, zusammen mit anderen Obdachlosen. Er war umgeben von Kriminellen, Drogenabhängigen und verbrachte die Nächte bettelnd auf Beutetour mit seiner Mutter. Glücklicherweise wurden Sozialarbeiter des Kinderschutzprogramms in 2008 auf den schlechten Zustand von Em aufmerksam und konnten die Mutter nach langer Überzeugung dazu bringen, ihn unter die Aufsicht der Mitarbeiter zu stellen.
Am Anfang war es sehr schwer für Em - er kannte kein strukturiertes und behütetes Leben mit Regeln. Mittlerweile ist er ein eifriger Schüler, hat Freunde und möchte später einmal Handwerker werden.

Hintergrund

Schätzungen zufolge leben 20.000 - 25.000 Kinder obdachlos auf den Straßen Thailands. Davon allein ca. 2.000 in der Touristenhochburg Pattaya im Osten Zentralthailands, die einen fragwürdigen Ruf als Stadt der Kinderprostitution hat. Viele dieser Kinder werden aus grenznahen Ländern wie Laos oder Kambodscha verschleppt oder kommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus den bitterarmen, ländlichen Gebieten im Nordosten Thailands. In Pattaya und Umgebung werden Straßenkinder mit Situationen konfrontiert, die kein Kind erleben sollte. Wir möchten diesen Kindern eine angemessene Kindheit und eine vielversprechende Zukunft geben.

Die gute Tat

Durch die heutige gute Tat werden Kindern in Pattaya Schlafplätze zur Verfügung gestellt. Dabei braucht die Hilfsorganisation zum einen Unterstützung, um die entsprechenden Materialien (Matratzen, Kissen, Bettdecken, Moskitonetze und ein Kuscheltiere) anzuschaffen, die vor allem in der Notschlafstelle regelmäßig ausgewechselt werden müssen, zum anderen aber auch um die Kinder in das Kinderschutzprogramm zu bringen. Um Kinderhandel und Missbrauch in und um Pattaya zu stoppen, hat die Organisation ein dreistufiges Kinderschutzprogramm entwickelt:
1. Outreach Work - ausgebildete Mitarbeiter nehmen Kontakt mit Straßenkindern auf und informieren über Gefahren, Menschenhandel, Drogen, Kriminalität und Missbrauch.
2. Drop-In in der Innenstadt nimmt betroffene Kinder temporär auf, sorgt für einen sicheren Schlafplatz, Essen, Beratung und Hilfe.
3. Entschließt sich ein Kind, nicht mehr auf der Straße zu leben, kann es einen dauerhaften Platz im Kinderschutzzentrum außerhalb der Stadt beziehen. Dort wird das Kind gefördert und wächst behütet auf, erhält medizinische Versorgung, Schul- und Ausbildungsangebote.

Herausforderung

Es ist ein langer Prozess, bis ein Straßenkind von der Straße weg kommt und zu einem strukturierten, behüteten Leben in der Lage ist - besonders, wenn es von klein auf nichts anderes als das Straßenleben kennt. Nicht alle schaffen es, diese Veränderung durchzuhalten und zu ertragen. Manchmal taucht ein Kind nach einiger Zeit wieder unter und kommt aus seinem alten Leben nicht heraus.

Ziel

Den Straßenkindern im Kinderschutzzentrum soll ein Stück Zuhause gegeben werden. Sie sollen Halt und Struktur bekommen. Langfristig sollen sie die Chance haben ein Leben ohne Armut und Kriminalität zu führen und später auch ihren eigenen Kinder das Leben auf der Straße erspart bleibt.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Schlafplätze und Schutz für Straßenkinder
Kissen, Matratzen, Moskitonetze und Bettzeug wird gekauft um die Schlafplätze vorzubereiten und die Mitarbeiter des Zentrums halten Ausschau nach Kindern die Hilfe brauchen könnten.
Anzahl der Straßenkinder die im Kinderschutzzentrum aufgenommen werden können
Anzahl der Straßenkinder, denen durch Reintegration und Förderung, Schul- und Ausbildung eine Perspektive gegeben wird
Weniger Ausbeutung, Kinderhandel und Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in Thailand

 

Organisation
Human Help Network e.V.
Vereinsregister-Nr.
VR 2540 / Amtsgericht Mainz
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