Bezahlbare Brillen von qualifizierten Optikern

Rund 150 Millionen Menschen auf der Welt brauchen eine Brille, können sich aber keine leisten. Ohne Brille können sie nicht lernen, nicht arbeiten und nicht für ihre Familie sorgen. In Ruanda sorgen die hohe Bevölkerungsdichte, strukturelle Probleme und immer wieder aufkeimende Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen Hutus und Tutsis für anhaltende Armut. Die Regierung des Landes steht unter anderem wegen mangelnder Pressefreiheit unter Kritik. Damit die heranwachsende Generation ihr Recht auf Pressefreiheit wieder einfordern kann, müssen die Kinder lesen und schreiben können. Dafür brauchen viele eine Brille.

Hintergrund

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2006 heraus gefunden, dass Sehtests und Brillen, das Leben von 150 Millionen Menschen erheblich verbessern könnten die an eingeschränkter Sehkraft leiden. Ohne die Möglichkeit ihre Sehschwäche zu korrigieren, werden die beruflichen Chancen von Menschen in Entwicklungsländern erheblich eingeschränkt. Der WHO zufolge, leiden insbesondere 13 Millionen Kinder (im Alter von 5 bis 15) an einer Sehschwäche. Damit können sie in der Schule dem Unterricht nicht so gut folgen und viele berufliche Wege sind damit verhindert.

Die gute Tat

Die EinDollarBrille besteht aus einem extrem leichten und stabilen Federstahlrahmen sowie zwei bruchfesten, oberflächengehärteten Kunststoffgläsern, die ohne Verwendung von Werkzeugen in den Rahmen eingesetzt werden können. Zwei bunte Perlen machen jede Brille zu einem kleinen Schmuckstück.
Die Brille kann von den Menschen vor Ort mit Hilfe einer eigens dafür entwickelten, einfachen Biegevorrichtung hergestellt werden. In einem 14-tägigen Intensiv-Training werden Frauen und Männer als EinDollarBrillen-Optiker ausgebildet. Eine Biegeeinheit (komplette Optikerausrüstung) kostet rund 2.000 Euro. Damit können ca. 30.000 Brillen pro Jahr hergestellt werden. Die gesamten Material- und Herstellungskosten für eine Brille liegen bei knapp einem US-Dollar (ca. 75 Euro-Cent) und werden durch den Verkauf der Brille gedeckt. Um das Projekt bekannt zu machen, sollen diese Brillen durch die Unterstützung von 24guteTaten zuerst an die Ärmsten der Armen als Spende vergeben werden.

Herausforderung

Die besondere Herausforderung ist es, Menschen mit Brillen zu versorgen, die teilweise noch nie in ihrem Leben eine Brille gesehen haben. Diese Versorgung soll zudem kompetent und zuverlässig von Menschen vor Ort übernommen werden, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Ziel

Das langfristige Ziel ist es, in Ruanda eine dauerhafte, günstige Bereitstellung von Brillen zu gewährleisten.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Brillen für Menschen mit geringer Sehkraft
Brillen werden vor Ort von Optikern gefertigt
Anzahl der Personen, die eine Brille erhalten konnten
Anzahl der Personen, die dank der Brille ihre Tätigkeit (Schulbesuch oder Arbeit) wieder aufnehmen konnten
Spürbare Verbesserung der Lebens-, Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen der betroffenen Kinder und Erwachsenen