Esperanza heißt Hoffnung - und ein paar Gemüsepflanzen können einen großen Unterschied machen

In Esperanza, einem Dorf in Guatemala, wurde während des Bürgerkrieges (1960 -1996) die indigene Bevölkerung systematisch bekämpft: Ihr Hauptsiedlungsraum, das Hochland, wurde flächendeckend bombardiert. Noch heute sind große Teile dieser Region von Bildung, medizinischer Versorgung und Wirtschaft abgeschnitten. Die Menschen leiden unter Krankheit, Hunger und großer Armut und haben wenig Hoffnung. Doch das Dorf Esperanza (auf deutsch "Hoffnung") ist ein guter Startpunkt, um etwas zu verändern.

Hintergrund

Hunderte Dörfer im Hochland Guatemalas leben im Elend. Bezeichnend für das Dorf Esperanza sind die vielen Waisenkinder, die ihre Väter oder auch beide Eltern durch Unfälle auf dem Weg zur Arbeit verloren haben. Die Fahrzeuge und die engen Straßen sind in miserablem Zustand; so enden Fahrten häufig tödlich. Die Kinder und die zurückgelassenen Frauen sind schließlich auf sich allein gestellt.
Viele Menschen sind Indigenas („Indigene Völker“), sprechen den Dialekt Mam (einer der drei meistverbreiteten Dialekte im Land) und sind der Amtssprache Spanisch nicht mächtig. Sie leben hier in größter Armut. Ihre Kinder haben keine Perspektiven. Auch in Nueva Panajachel und Umgebung gibt es kaum Arbeitsplätze. Außerdem haben die meisten Bewohner keine oder nur eine minimale Schulausbildung. Allein die Frauen sind für den Haushalt verantwortlich. Um kochen und heizen zu können (in dieser Region wird es oft sehr kalt), müssen sie zum Brennholzsammeln weite Wege zurücklegen. Die Ernährung ist mangelhaft, teils wegen der großen Armut, teils wegen mangelnden Wissens über Essenszubereitung. Mais ist hier das wichtigste und manchmal das einzige Nahrungsmittel. Entsprechend katastrophal ist die Ernährungssituation für die Kinder. Sie leiden an Unterernährung oder schweren Mangelerscheinungen.

Die gute Tat

Die Maßnahme „Gemüsepflanzen beseitigen Not“ setzt an den Ursachen der Armut an. Die Frauen lernen, ihre Familien aus eigener Kraft zu ernähren und aus ihrer Ernte vielfältige und gesunde Mahlzeiten zuzubereiten. Zugleich werden Kenntnisse vermittelt, die die Frauen in die Lage versetzen, ihre Produkte regional zu verkaufen. Die Organisation setzt also gleichzeitig und vor allem dauerhaft an den beiden größten Defiziten an: Sie bekämpft Krankheiten aufgrund Mangelernährung und beseitigt materielle Not.

Herausforderung

Entscheidend ist die Motivation der Menschen. Ein zuvor durchgeführtes, erfolgreiches Pilotprojekt hat alle überzeugt: Die Gemeinden stellen Grund und Boden für Schulen und Lehrfelder zur Verfügung. Die Frauen waren bereits bei der Projektplanung mit Begeisterung und hoch motiviert dabei.

Ziel

Langfristig sollen die Dörfer in der Region den Weg aus der Armut finden und den jetzigen Kindern sollen durch eine bessere Ausbildung bessere Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Kinderarmut lindern
Gemüsesetzlinge werden ausgegeben und Lehrflächen werden angelegt
Anzahl der Lehrgangsteilnehmer und bestellten Felder
Anzahl der Familien, die sich dank der Ernte selbst versorgen können
Verbesserte und gesündere Ernährungslage in der Region führen zu besseren Ausbildungschancen für Kinder

 

Organisation
Stiftung Kinderzukunft
Vereinsregister-Nr.
HRB 13789
Zertifiziert durch
Mitglied im Bundesverband deutscher Stiftungen
Ausgezeichnet, als Stiftung des Jahres 2009
DZI- Spendensiegel
DZI Spenden-Siegel