Eine Kindheit zwischen Raketen und Granaten

Die Konflikte im Gazastreifen sind immer wieder Thema in unseren Medien. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina, der sich inzwischen schon fast über ein halbes Jahrhundert zieht, führt immer wieder aufs Neue zu humanitären Notsituationen, insbesondere in den umkämpften Gebieten. Kaum jemand weiß, dass der Gazastreifen hauptsächlich aus Sand und Dünen besteht und sogar etwas kleiner ist als das deutsche Bundesland Bremen. Auch fällt das Augenmerk der Berichterstattung selten auf die, die nichts für den Konflikt können und in einem Umfeld von Gewalt und großer Unsicherheit aufwachsen müssen: die Kinder.

Hintergrund

Nach Angaben des UN-Hilfsprogramms für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) sind 80 % der Einwohner im Gazastreifen auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Da rund die Hälfte der Einwohner im Gazastreifen Kinder sind (Palästinensisches Amt für Statistik), trifft sie die Lage besonders hart. Durch die Einfuhrbeschränkungen für Waren des tägliches Bedarfes in den Gazastreifen sind Lebensmittel und andere Gebrauchsgüter schwer zu beschaffen oder sehr teuer. Einer Studie der amerikanischen Hilfsorganisation ANERA zufolge leiden zahlreiche Kinder im Gazastreifen an chronischen Folgen der Unterernährung wie etwa Blutarmut und Wachstumsrückstand.

Die gute Tat

Durch eine warme Schulspeisung kann die Organisation den beteiligten Kindern gleich doppelt helfen: Zum einen verbessert sie die Ernährung der Kinder. Zum anderen gibt sie ihnen die Chance, überhaupt erst wieder am Schulunterricht teilzunehmen. Häufig können sich die Familien im Gazastreifen den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten, da die Kinder zum Einkommen der Familien beitragen müssen. Sobald sie aber in der Schule eine warme Mahlzeit erhalten, steigt der Anreiz für die Familien, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Herausforderung

Eine besondere Herausforderung ist, dass viele Schulen für die Ausgabe einer Schulspeisung gar nicht richtig eingerichtet sind. Es fehlt an Möbeln, Kücheneinrichtung und Kochgelegenheiten.

Ziel

Durch Schulbesuche und Bildung können die Kinder im Gazastreifen nach Wegen suchen, mit denen sie ihre schwierige Situation selbst verbessern können.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Kinderarmut
Mittagessen für Schulkinder werden bereitgestellt
Anzahl der Mahlzeiten, die an Schüler ausgegeben werden
Anzahl der Kinder, die im Gegensatz zum Vorjahr im Unterricht erscheinen
Kinder erhalten eine bessere Schulbildung und sind gesünder. Dadurch haben sie die Chance, ihre Situation aus eigener Kraft weiter zu verbessern

 

Organisation
al omri - Kinderhilfe Palästina gemeinnütziger e.V.
Vereinsregister-Nr.
VR 2077 /Amtsgericht HildesheimVR 2077 /Amtsgericht Hildeshei
Zertifiziert durch
Initiative Transparente Zivilgesellschaft
TZ