Von wertvollen Billardkugeln, Klaviertasten und verwaisten Elefantenkindern

Eine der häufigsten Todesursachen für afrikanische Elefanten, ist die globale Gier nach Elfenbein. Die grauen Riesen werden gnadenlos gejagt und stehen in weiten Teilen Afrikas bereits an dem Rande der Ausrottung. Das Elfenbein wird als kostbares Material für die Anfertigung von Schmuck, Billardkugeln, Klaviertasten oder ähnlichem verwendet. Nur die Kleinsten lassen die Wilderer am Leben: Junge Elefanten haben noch keine Stoßzähne – sie zu töten käme einer Verschwendung von Munition gleich. Schwer traumatisiert sind sie meist die einzigen Zeugen der grausamen Jagd auf Elefanten. Doch ohne ihre Familie können sie in der Wildnis nicht überleben: Ihnen fehlt der Schatten, den sie unter den dicken Bäuchen ihrer Mütter und Tanten finden, die Herde, die sie vor Angriffen von Raubkatzen schützt und die nahrhafte Muttermilch: 25 Liter braucht ein Elefantenbaby davon Tag für Tag. Sie gibt die Kraft, die die Kleinen zum Wachsen brauchen.

Hintergrund

Millionen Elefanten bevölkerten ursprünglich den afrikanischen Kontinent. Im Lauf des 20. Jahrhunderts wurde ihre Zahl dramatisch reduziert, in manchen Regionen wurden sie sogar ausgerottet. Die Elfenbeinwilderei halbierte Afrikas Elefantenbestände zwischen 1979 und 1989 von etwa 1,2 Millionen auf 600.000. Heute gilt nur ein Bestand von 422.000 Tieren als gesichert.
Zwar beschloss 1989 das Washingtoner Artenschutzübereinkommen ein Verbot des internationalen Elfenbeinhandels und die Wilderei ging deutlich zurück, doch einige Regierungen forderten bereits acht Jahre später, dass der Handel wieder aufgenommen wird. Häufig hat dieser einen halb-legalen Status, so wie in Simbabwe und Tansania, wo Elfenbeinschnitzereien zu „nicht kommerziellen Zwecken“ exportiert werden dürfen. Diese rechtliche Unklarheit bietet den perfekten Deckmantel für illegale Händler.
Gerade in asiatischen Ländern erlebte der Handel mit Elfenbein in den letzten Jahren einen Boom. Im Jahr 2000 exportierten drei afrikanische Länder 50 Tonnen Elfenbein aus staatlichen Lagerbeständen nach Japan; 2008 sogar 108 Tonnen nach Japan und China. Für die Händler geht es hier um ein großes Geschäft. Etwa 3,8 Tonnen Elfenbein sind auf dem Schwarzmarkt allein 2,5 Millionen Euro wert. Darum ist es schwierig, das Problem in den Griff zu bekommen. Insbesondere seit 2011 hat der illegale Handel einen dramatischen Zuwachs erfahren.

Die gute Tat

In dem Elefantenwaisenhaus in Lusaka werden die Elefanten aufgenommen und versorgt. Das Konzept der Einrichtung hat sich bereits gut etabliert. Jetzt gilt es, die Station auszubauen, weitere Infrastruktur zu erarbeiten und somit eine bleibende Institution für Sambias Elefanten zu schaffen. Dazu gehört auch eine Futterküche in einem wetterfesten, stabilen Gebäude. Derzeit findet die Zubereitung der Milch für die elf Elefantenwaisenkinder in Zelten statt. Die provisorische Einrichtung erschwert den Arbeitsalltag vor Ort: Gut 300 Liter Milch entstehen hier täglich – die Installation von fließend Wasser und Elektrizität sind unverzichtbar.

Herausforderung

Die Organisation verwendet die Baumaterialien vor Ort – und ist somit darauf angewiesen, das zu nutzen, was aktuell auf dem Markt verfügbar ist. Dies kann zum Teil unberechenbare Wartezeiten mit sich führen.

Ziel

Die Station soll zu einem Zentrum ausgebaut werden, das auch von Touristen besucht werden kann.

Notwendigkeit
Aktivität
Zählbare Leistung

Nach ca. 7 Monaten

Ergebnis

Nach ca. 3 Jahren

Systemrelevante Wirkung

Nach ca. 7 Jahren

Nahrung für Elefantenwaisen
Eine Futterküche für das Elefantenwaisenhaus in Sambia errichten.
Gebäudebewertung: Wie weit ist der Bau fortgeschritten. (Erwartung: Rohbau abgeschlossen)
Aufnahmekapazitäten im Elefantenwaisenhaus steigen, Besucherzahlen steigen.
Elefantenwaisenhaus als Touristenattraktion, symbolische Wirkung für den Artenschutz und Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung.

 

Organisation
Pro Wildlife e.V.
Vereinsregister-Nr.
VR 16423 / Amtsgericht München
Zertifiziert durch
Prowildlife arbeitet eng mit renommierten Wissenschaftlern zum Artenschutz der Universität Oxford zusammen.
Der Verein hat sich außerdem zu den Transparenzkriterien der Initiative Transparente Zivilgesellschaft bekannt und alle Rechnungsberichte auf seiner Internetseite öffentlich gestellt.
Auch das DZI bescheinigte dem Verein ein offenes und transparentes Auskunftsverhalten.
2013 – Tag 1TZ