2011 – Tag 3


Alle zwei Sekunden wird ein Stück Regenwald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört. Dabei sind die Regenwälder einzigartige Zentren der Artenvielfalt: Sie beherbergen nach Schätzungen 50 bis 80 Prozent aller weltweit vorkommenden Tier- und Pflanzenarten.

In unserem Projekt in Guatemala haben wir nun die Chance, einen besonders artenreichen Regenwald zu schützen: Im Herzen des Nationalparks „Sierra del Lacandón“ liegt das Waldgebiet Naranjitos, welches einen wichtigen Rückzugsort für viele seltene und bedrohte Tierarten darstellt. Hier streift noch der Jaguar durch das Dickicht, dessen Bestand in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen ist. Hellrote Aras fliegen über die Baumwipfel und Faultiere hangeln sich von Ast zu Ast. Doch wie lange noch?

Im Norden Guatemalas nimmt die Waldvernichtung dramatisch zu. Selbst der Nationalparkstatus gewährleistet keine Garantie vor illegaler Abholzung oder Wilderei. Häufig kommt es zu verheerenden Bränden.

Oroverde kauft bestimmte Gebiete auf und ergreift begleitende, langfristige Schutzmaßnahmen, um das Waldgebiet Naranjitos dauerhaft zu schützen und es somit zu retten. Zum Beispiel durch den Einsatz von Waldhütern, die illegale Aktivitäten rechtzeitig stoppen können und Feuerschutzmaßnahmen durchführen. Aber auch den Menschen, die seit vielen Generationen im Nationalpark „Sierra del Lacandón“ leben, hilft Oroverde mit Schulungen, damit sie umweltschonende Einkommensquellen erschließen können. Zum Beispiel durch den ökologischen Anbau von Xaté-Palmen außerhalb der streng geschützten Kernzone des Parks.

Oroverde ist ein Mitglied der Initiative Transparente Gesellschaft und der Initiator des Vereins war Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt, Ehrenpräsident des Deutschen Naturschutzrings.