2011 – Tag 2


Wenn im Winter die Temperaturen unter null Grad fallen, beginnt für viele Obdachlose ein harter Kampf ums Überleben. Allein im Winter 2010 sind 15 Obdachlose in Deutschland erfroren. Kälte und Schnee treffen vor allem ältere Menschen, die häufig krank sind und von dem Leben auf der Straße deutlich geschwächt. In diesen extremen Situationen ist Alkohol oft ein fataler Ausweg, um Kälte und Hunger zu ignorieren. Wer ist noch nie an einem Obdachlosen im Winter vorbei gegangen, ohne sich zu denken „da müsste man doch eigentlich etwas machen“? Was viele Menschen davon abhält, Bettlern etwas Geld zu geben, ist die Vorstellung, dass es ohnehin in Alkohol oder andere Drogen investiert wird.

Die heutige gute Tat versucht das Leid der Menschen, die in Deutschland auf der Straße leben, ein wenig zu mindern. Durch die heutige Adventsspende wird eine reichhaltige Weihnachtssuppe für  Obdachlose in Bremen gekocht. So können die häufigen Vitamin- und Nährstoffmangelerscheinungen behandelt werden.

Die ausführende Hilfsorganisation sind die Bremer Suppenengel. Zia Hüttinger ergriff im Winter 1997 zum ersten Mal die Initiative, schwang sich mit warmer gekochter Suppe, Brötchen und Kaffee auf Ihr Fahrrad, um alles bei klirrender Kälte an die Obdachlosen zu verteilen. Heute ist der „Suppenexpress“ eine feste Größe zwischen Domsheide und Hauptbahnhof. Fünf Mal in der Woche rollt er, von Montag bis Freitag, Donnerstags mangels Küche mit Kaffee und Kleidung statt Suppe.

Die Bremer Suppenengel zeichnen sich durch ihren sehr direkten Kontakt zu den Menschen und 13 Jahre Erfolgserfahrung aus. Zia Hüttinger wurde für ihr Engagement im Jahr 2010 als Frau des Jahres der Stadt Bremen ausgezeichnet.

Hilfsorganisation: Isfob e.V. Bremer Suppenengel

Für weitere Informationen über die Hilfsorganisation: www.suppenengel.de