2011 – Tag 18


Der Löwe: Ehemals über fast ganz Afrika verbreitet, gefährden heute Trophäenjagd, Seuchen, die Vernichtung von Lebensraum sowie Konflikte zwischen Farmern und Raubtieren den König der Tiere. Das schockierende Ergebnis: ein Bestandsrückgang um geschätzte 80 Prozent in nur 30 Jahren!
Auf der Suche nach Beute verlassen die Raubkatzen ihre Schutzgebiete und wandern auf benachbarte Rinderfarmen, wo sie häufig erschossen oder vergiftet werden. Denn die Farmer haben Angst um ihr Vieh, das oft den Lebensunterhalt der ganzen Familie sichert.
In Botswana, wo eine der bedeutendsten Löwenpopulationen mit rund 3.000 Tieren lebt, hat der SAVE Wildlife Conservation Fund bereits erreicht, dass viele Farmer nicht mehr zum Gewehr, sondern zum Telefon greifen.

Die heutige gute Tat „ein Stück Freiheit für einen Löwen“ macht es möglich, die Tiere auf den Farmen einzufangen und umzusiedeln. Lange Gespräche zwischen Forschern, Farmern und nationalen Behörden ermöglichten diese Kooperation. Um den „Farmer-Raubtier-Konflikt“ auch dauerhaft zu bewältigen und die Populationen langfristig wieder zu stabilisieren, erforscht ein Team von Wissenschaftlern neue Methoden.

Die gute Tat wird ausgeführt von der gemeinnützigen Stiftung SAVE, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Lösungsansätze zu entwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, welche die Menschen ebenso berücksichtigen wie ihre Umwelt. Artenschutz wird aktiv mit Umweltbildung und Kinderhilfe verbunden – für eine echte Zukunft Afrikas.