2011 – Tag 16


In Burkina Faso haben die Schüler ein Problem: Durch die Nähe zum Äquator setzt ganzjährig die Dunkelheit relativ früh ein. Wenn man morgens zur Schule geht und danach den ganzen Nachmittag seinen Eltern bei der Arbeit hilft, dann bleibt nicht sehr viel Zeit zum Lernen. Der einzige ruhige Moment des Tages (nach Einbruch der Dunkelheit), kann nicht genutzt werden, da es kein Licht gibt.
Die Analphabetenrate in Burkina Faso liegt bei über 70 %.

Durch die heutige gute Tat wird eine Schule im ländlichen Gebiet von Burkina Faso, Westafrika mit einer Solaranlage zur Beleuchtung ausgestattet. Damit ist es den Schülern möglich, auch trotz früh einsetzender Dunkelheit zu lernen. Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass mit abendlichem elektrischem Licht in den Schulräumen die Zahl erfolgreicher Schulabsolventen erheblich gesteigert, teils sogar verdoppelt werden kann.

Da die Schule zumeist der einzige Ort des Dorfs mit elektrischem Licht ist, wird sie zu einem zentralen Veranstaltungsort und fördert neue Aktivitäten, z. B von Elternvereinigungen oder Kulturgruppen. So mündeten die neu geschaffenen Möglichkeiten auch schon in Alphabetisierungskurse für Erwachsene – eine große Hilfe, damit Eltern den Schulbesuch der Kinder als wichtig erkennen. Sobald sich die solare Beleuchtung im Alltag etabliert hat, steigt die Bereitschaft der Dorfgemeinschaft zur selbstständigen Wartung und Pflege. Hierfür wird vor Ort eine Person eingewiesen. Technisch ist die Anlage auf die speziellen Bedürfnisse der Sahelgegend ausgerichtet. Und die intensive Kooperation mit der Dorfgemeinschaft im Vorfeld sowie in den zwei Jahren nach der Installation sichert zudem den Projekterfolg.

Die gute Tat wird ausgeführt von der deutschen Hilfsorganisation SEWA e.V. SEWA e.V. kann nach vielen Jahren Erfahrung und der engen Zusammenarbeit mit den Menschen an ihrer Wirkungsstätte große Erfolge aufweisen.